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Inhalte:

Im Banne des Dämonen
Der eiserne Ring der Sklaverei
Fort Unheil
Gondor oder Tod
Der Weg nach Gondor, erster Versuch

Treffen vom 20. Dezember 1997

Der Tag nach dem Kampf:
Während Dildy, Flambos und ich im Lazarett unsere Wunden verpflegen liessen, half Kojo bei den Aufräumarbeiten im tanzenden Holzbein. Unser Freund Lothar Bethel der Priester besuchte uns im Lazarett und wendete seine magischen Kräfte auf Dildy an, damit dessen Bein sich schneller wieder regeneriert.

Die überstürzte Abreise aus Wels:
Das war wirklich nicht gerecht! Während Dildy dank Lothars magischen Kräften schon wieder gesund und munter war, musste ich im Krankenbett bleiben! Als sich dann auch Flambos noch in die Stadt begab, war ich ganz alleine und hatte nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag die Zimmerdecke anzustarren. Als dann aber was passierte, musste wieder einmal alles so schnell wie möglich gehen. Plötzlich kamen Dildy und Kojo aufgeregt in mein Zimmer. Ich solle sofort meine Sachen packen, wir müssten so schnell als möglich aus Wels verschwinden.
Keine Frage, Dildy hatte wieder einmal (erfolglos) versucht etwas zu stehlen. Nur dank Flambos' Hilfe war es ihm gelungen zu entkommen. Flambos hatte die Stadt schon verlassen und wartet eine Stunde nordöstlich von Wels auf uns.
Da wir annehmen mussten, dass Dildy gesucht wurde - schliesslich ist er als einziger Halbling im ganzen Westen nicht schwer zu erkennen - mussten wir einen Plan aushecken, wie mein Halbbruder sich aus der Stadt schleichen könnte. Kojo und ich verliessen die Stadt noch am selben Abend, Dildy versteckte sich am nächsten Morgen auf einem Wagen, der aus der Stadt fuhr. Als wir uns schliesslich alle an der mit Flambos vereinbarten Stelle getroffen hatten, machten wir uns - je zwei Mann auf einem Pferd, da nur noch Flambos' und ich je eines besassen - auf den Weg in Richtung Pidark.

5. Reisetag - Von Dieben und nächtlichen Visionen:
Bis anhin war alles normal gelaufen. An diesem Morgen haben wir jedoch ein Zusammentreffen der "unfreundlichen" Art gehabt...
Früh morgens, noch vor Tagesanbruch, kam eine Gruppe von elf Männer auf unser Lager zu. Sie erzählten uns, sie hätten schon lange nichts mehr gegessen und obwohl wir misstrauisch blieben, haben wir ihnen von unserer Nahrung gegeben. Als wir aber aufbrechen wollten, begannen die Männer ein seltsames Verhalten an den Tag zu legen. Unsere Pferde wollten sie kaufen, sagten sie. Als wir dies ablehnten erklärten sie uns plötzlich im Gebüsch seien noch weitere Männer versteckt, welche Pfeil und Bogen bereits auf uns gerichtet hätten. Sie wollten jetzt alles, was wir hatten. Die Waffen, die Pferde und wahrscheinlich auch unsere Leben.
Zu ihrem eigenen Pech wussten sie aber nichts von Kojos Fähigkeit der geschärften Sinne, mit welcher der PSI-Meister das umliegende Gebiet sofort absuchte. Nachdem er keinerlei Spuren von anderen Personen gefunden hatte, entschlossen wir uns zu handeln. Den "Räubern" waren die Zeichen entgangen und so waren sie vollkommen überrascht, als Kojos Detonation die Luft zerriss. Sechs der elf Männer waren auf der Stelle tot und ein weiterer stark verletzt. Leider hatte die Detonation auch Flambos und mich in Mitleidenschaft gezogen, was wir aber besser verkraften konnten als unsere Gegner. Die restlichen fünf Gegner waren so überrascht, dass sie im darauf folgenden Kampf keinerlei Chancen hatten. Trotz ihrem feindseligen und feigem Auftreten, sorgte ich aber dafür, dass jeder von ihnen anständig zur letzten Ruhe gelegt wurde...

Wir ritten den ganzen Tag weiter. Als ich in der nächsten Nacht Wache hielt, passierte etwas wunderbares. Ich sah den toten Avatar Azamu in einer Vision. Unser Freund klärte mich darüber auf, dass unsere Hilfe für ihn, keine Folgen durch die böse Göttin Jinga mehr nach sich ziehen werde, dass aber immer noch dieses Wesen hinter uns her war, welches uns im tanzenden Holzbein angegriffen hatte. Bevor ich ihm richtig danken konnte, war er aber auch schon wieder verschwunden.

Nacht vom 6. auf den 7. Reisetag:
Da draussen war irgend etwas! Wir wussten alle, dass das Wesen in der Nähe war. Aber es griff uns nicht an. Worauf es wohl wartete?

Treffen vom 4. Januar 1998
(sozusagen das Neujahrstreffen)

17. Gari - Der letzte Reisetag
Nach einem ereignislosen Reisetag sahen wir schliesslich Pidark vor uns. Aus Angst, das Wesen könnte die Menschen der Stadt irgendwie gegen uns richten übernachteten wir aber hinter einem Hügel, ausser Sichtweite der Stadt.

18. Gari - Pidark, Stadt der Diebereien
Am frühen Morgen ritten wir in die Stadt. Wir wollten uns auf das Wesen vorbereiten, welches sicher noch hinter uns her war und brauchten deshalb etwas Geld, welches jeder von uns mit eigenen Mitteln zu beschaffen versuchte. Kojo gesellte sich zu den Strassenmusikanten, Flambos und ich spielten für ihn die Animateuren und mein kleiner Halbbruder Dildy... ... ... hat auch irgendwie Geld verdient. (Dabei wurde er übrigens beinahe erwischt.) Nach dem Mittagessen besorgten Flambos und ich Heilkräuter, während Dildy wieder loszog. Kojo schloss sich für den Nachmittag dem Musiker Emer Huisdorn und seinen Brüdern (die übrigens auch alle Emer hiessen!) an. Als wir uns abends wieder trafen, erzählte er uns, dass einer der Emer für ihn die Zukunft vorhergesagt hatte. Dabei sei er auf irgendein furchtbares Ereignis "gestossen". Wie recht Emer damit hatte, mussten wir leider schon bald erfahren...
Doch vorher passierte noch etwas anderes, das ich (in Ermangelung eines besseren Wortes) schon fast als "alltäglich" einstufen musste: Dildy hatte wieder einmal Ärger mit den Behörden bekommen. Leider war es diesmal schlimmer als sonst, er war nämlich in der Hauptwache eingesperrt worden und die ist in Pidark nicht gerade klein. Unter einem Vorwand gelang es mir, die meisten seiner Ausrüstungsgegenstände wieder zurück zu bekommen. Da man mir die magische Halblingsschleuder aber nicht geben wollte, (und wir alle wissen, wie vernarrt Dildy in diese Schleuder ist!) versuchte Kojo während der Nacht, diese Dinge aus der Hauptwache zu holen. Trotz der ektoplasmischen Gestalt gelang es ihm aber nicht und wir legten uns schlafen, mit dem festen Willen, Dildy am nächsten Tag zu befreien.

19. Gari - Ein böses Erwachen
Mit einem riesigen Schrecken mussten wir an diesem Morgen feststellen, das Flambos tot war!!! Es schien, dass er während der Nacht erwürgt worden war. Erschüttert und sehr wütend gaben wir Flambos in die Obhut der Paragon-Priester. Zwar haben wir immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass wir die Priester irgendwie dazu bringen können, Flambos wieder zum leben zu erwecken, trotzdem habe ich bei Kron geschworen, dass ich die Eingeweide des Verantwortlichen mit einem glühenden Haken aus seinem Leib reissen werde, sobald ich ihn erwische.
Jetzt wussten wir also, was Emer gemeint hatte. Wir besuchten ihn noch einmal um ihn um Rat zu fragen und mussten herausfinden, dass Flambos wahrscheinlich in der Nacht bezaubert worden war, und sich selbst erwürgt hatte! Wir waren entsetzt, so etwas konnte nur einem wirklich bösen Wesen einfallen. Doch Emer war noch nicht fertig! Er sagte uns auch noch, dass der (oder das) Verantwortliche noch nicht fertig war mit uns...Wir machten uns also auf den Weg Dildy zu befreien...

Treffen vom 24. 1. 1998

19. Gari - Das Ende eines mühsamen Weges
... nur leider hatten wir keine Ahnung, wie wir meinen Halbbruder aus dem Gefängnis holen sollten. Wir besuchten noch einmal die Emer-Brüder, und der mystische Emer sah noch einmal für uns in seine Kristallkugel. Ehr sah voraus, dass immer noch irgend etwas schlimmes passieren würde... Ich ging also los, um wenigstens noch die Waffen meines Bruders von der Stadtwache zu erhalten. Mit viel Überzeugungskraft und einigen kleinen Lügen gelang mir das schliesslich auch. In der zwischen Zeit hatte Kojo es geschafft, über den Bettler Igor "die Beule" Kontakt zu der hiesigen Diebesgilde aufzunehmen. Diese haben ihm angeboten, Dildy für eine kleine Gefälligkeit zu befreien. Wohl oder übel hatte er zugestimmt.
Zusammen begaben wir uns dann zu den Priestern von Pidark, in der Hoffnung, dass wir mit göttlichem Beistand gegen das Wesen aus der Hölle bestehen könnten, welches uns nun schon seit Wels auf den Fersen war. Nachdem wir die Priester (und vor allem den Hohe Priester) von unserer Lage erzählt hatten und ihnen alle nötigen Informationen gegeben hatten, gab uns der Hohe Priester ein ermutigendes Versprechen: die Priester wollten alles tun, um das Böse zu bannen!
Wir konnten nur warten...
...und das taten wir in unserem Gasthaus. Ich wollte mich gerade hinlegen, als Kojo und ich plötzlich von einem entsetzlichen Gebrüll aufgeschreckt wurden, welches aus dem Erdgeschoss an unsere Ohren drang! Eindeutig war dies das Gebrüll des bösen Wesen, welches uns verfolgte!

In der Verzweiflung seilten wir uns durch unser Fenster auf die Strasse ab. Eine dummer Anflug von Neugier brachte mich leider dazu, nicht sofort loszurennen sondern durch ein Fenster in den Schankraum des Gasthauses zu sehen. Was ich sah liess das Blut in meinen Adern gefrieren: der freundlich Wirt des Gasthauses blähte sich plötzlich zu seiner doppelten Grösse auf und seine Haut wurde zerfetzt! Aus dem Innern drang der hundeähnliche Dämon hervor, welchen wir schon einmal "getroffen" hatten. Jetzt konnte auch meine Neugier meine Füsse nicht mehr am wegrennen hindern. Zum Glück! Hinter mir brach der Dämon durch die dicke Mauer des Gasthauses und setzte sofort zur Verfolgung an... und er war fast DOPPELT so schnell wie ich. Leichte Wellen von Panik griffen nach mir. Ist ja wohl verständlich, oder?!

Aber irgend etwas stimmte mit dem Dämon nicht. Immer wieder begann er für kurze Zeit unkontrolliert zu zucken. Das (und die Tatsache, das Kojo seine Kräfte einsetzte um den Dämon zu stoppen) brachte mir ein wenig mehr Zeit. Doch irgendwann war die Bestie sehr nah. Ich blieb ängstlich stehen und drehte mich um. Mit voller Geschwindigkeit raste das Vieh auf mich zu und setzte zum Sprung an. Verzweifelt versuchte ich mich unter dem springenden Dämon durchzuwerfen, was mir glücklicherweise auch gelang. Ansonsten hätte man mich als Minhiriachianisches Gulasch von der nächsten Hauswand abkratzen können.Hinter mir wendete sich der Dämon um, doch plötzlich war da wieder dieses Zucken und...
...das Monster brach tot in sich zusammen und löste sich in einem gleissenden Lichtblitz in Luft auf.

Die Priester hatten es geschafft! Sie hatten das Wesen gebannt! Voller Erleichterung begaben Kojo und ich mich wieder in den Tempel, um uns zu bedanken. Dort übernachteten wir schliesslich auch. In das Gasthaus neben der Kaserne hätten uns keine zehn Pferde mehr gebracht.

20. Gari - Abschied von einem Freund und Rückkehr eines Halbbruders
Der Morgen des 20 Gari, brachte den Abschied von Flambos Axmay mit sich. Zusammen mit den Priestern des Tempels (und leider ohne Dildy) betteten wir ihn feierlich zur letzten Ruhe. Mögen die Götter ihn in die Halle der Toten aufnehmen!

Nach dem Begräbnis trafen wir ein vorerst letztes Mal den mystischen Emer und dieser sagte uns ein drittes Mal unserer Zukunft voraus und dieses Mal war es eine gute Zukunft, welche uns noch während der nächsten Tage ein wichtiges Treffen verheissen sollte. (Laut Emer versteht sich!)
Doch Emer und seine Brüder waren nicht die einzigen, dies sich von uns verabschieden wollten...
Igor "die Beule" meldete sich auch noch mal. Mit Freuden erfuhren wir, dass Dildy befreit worden war und eine halbe Wegstunde ausserhalb Pidark auf uns warten würde...
und das tat er auch! Nun schien es, dass wieder alles so gut war, wie es nur sein konnte, wenn man den Tod von Flambos bedachte.

Wir beschlossen am nächsten Tag in Richtung Atek weiter zu reiten.

21. Gari - das wichtige Treffen ???
Am Abend eines langen Reisetages hatten wir es uns gerade an einem fröhlichen Feuerchen bequem gemacht, als ein Reiter in vollem Galopp auf unser Lager zugeritten kam, absprang und uns zurief: "Helft mir, bitte, ich werde von Mördern verfolgt!" Am Wappen auf seinem Schild erkannte Kojo, dass es er zur Baronie Luln gehörte und wahrscheinlich ein Edelmann war.
Tatsächlich wurde er von sechs Menschen verfolgt, welche als sie uns sahen nur kurz zögerten und dann sofort dem Angriffsbefehl ihres Anführers folge leisteten. Auch unsere Warnung konnte sie nicht mehr aufhalten und es kam zum Kampf. Alle schlugen sich tapfer, doch gegen uns hatten sie trotz ihrer Überzahl und dem Magier (der uns aus einem Gebüsch heraus in die Flanke angegriffen hatte) nur geringe Chancen: ich musste nach dem Kampf für alle ihrer Seelen ein Gebet sprechen, was mir sehr leid tat, doch sie hatten uns einfach keine Wahl gelassen.

Der Fremde stellte sich nun als Alexej Schelepin vor, und begann uns seine Geschichte zu erklären. Die Angreifer waren Schergen einer als Eiserner Ring bekannten Sklavenhändlergruppe und sie hatten ihn angegriffen, weil...

Treffen vom 1. Februar 1998

21. Gari - Nach dem Angriff
...er mit seinen Freunden versucht hatte, die Pläne der Sklavenhändler zu durchkreuzen. Alexej und seine Freunde hatten entdeckt, dass der Baron Schwarzhaar (offensichtlich der Herrscher über die Baronie Schwarzhaar) eine wichtige Person im Eisernen Ring war und dass er am Raub eines magischen Diamanten beteiligt war. Dieser Diamant ist in ganz Mittelerde unter dem Namen Draldars Auge bekannt und kann Menschen dazu bringen, demjenigen willenlos zu folgen, welcher ihn zu beherrschen weiss. In den Händen des Barons wäre dieser Diamant eine riesige Gefahr und deshalb hatte Alexej - mit Freunden - versucht ihn zurück zu gewinnen... nur Alexej hatte den Versuch überlebt. Er bat uns, ihn nach Luln zu begleiten, wo er noch andere Freunde hatte die eingeweiht waren. Erschüttert von dem Gehörten stimmten wir ein, ihn zu begleiten. Aber erst am...

22. Gari - Luln, wir kommen!
Wir erreichten Luln gegen Mittag und teilten uns auf. Ich verkaufte die Pferde der Schergen des Eisernen Ringes während Dildy und Kojo mit Alexej zu einem Schuster vorgingen, der zu Alexejs Freunden gehörte.
Nachdem ich einem einfältigen Stadtmenschen die Pferde aufgeschwatzt hatte, machte ich mich auch in Richtung des Schusters auf. Auf dem Weg dorthin hörte ich plötzlich einen unverkennbaren lauten Knall: eine von Kojos Detonationen. Das bedeutete Ärger und hiess für mich, dass ich mich beeilen musste. Doch es hatte mich gar nicht gebraucht. Die Angreifer, welche meine Freunde beim Schuster überrascht hatten, waren schon alle tot; leider fanden wir aber auch Alexej unter den Leichen. Ich wollte gerade meine kaum verletzten Freunde versorgen, als ich aus dem Obergeschoss ein Stöhnen hörte. Es war der Schuster, welcher eifrig bemüht war, seine Gedärme daran zu hindern aus seinem Körper zu Quellen. Da meine erste Hilfe eben nur ERSTE Hilfe war brachte ich ihn zum Arzt. Doch dieser konnte auch nicht mehr viel machen. Bevor der Schuster starb, sprach er aber noch mit mir, erzählte mir, dass die Angreifer zum "Ring" gehört hatten und dass ich unbedingt Leilat im Grollenden Greif (eine Herberge in Luln) aufsuchen solle. Ein letztes Mal schärfte er mir ein, wie wichtige dieses Sache sei und dann schloss er für immer die Augen. Möge Mielikki ihn in ihren heiligen Auen aufnehmen...

22. Gari - Wir empfangen unseren Auftrag
Nachdem wir uns wieder getroffen hatten, begaben wir uns zu dritt zum Grollenden Greif, wo wir nach einer kurzen Unterredung mit dem Wirt in einen versteckten Raum zu Leilat geführt wurden. Ein böser Kleriker in Diensten des Eisernen Ringes hatte ihm eine Krankheit angehext, die ihn ans Bett fesselte. Trotzdem war er bereit uns zuzuhören. Als wir ihm alles erzählten hatten, begann er laut zu fluchen. Nach dem Grund gefragt erklärte er uns, dass Baron Unheil den Diamanten Draldars Auge in Fort Unheil bereits von Magiekundigen untersuchen lasse und dass die Zeit deshalb dränge. Natürlich sagten wir ja, als er uns fragte, ob wir nicht helfen könnten. (Wir sind halt einfach gute Menschen...) Leilat gab uns den Auftrag, mit Verkleidung in die Stadt um Fort Unheil einzudringen und dort Lemnos aufzusuchen. Dieser würde uns dann weiterhelfen.
Rasch wechselten wir in unsere Verkleidung (Rübenhändler mit einem Wagen voller Rüben!!!) und machten uns auf den Weg zum zwei Tage entfernten Fort Unheil.

24. Gari - Ankunft in Fort Unheil und Einstieg in die Monstergrotten unter der Festung
Nach zwei ereignislosen Tagen erreichten wir schliesslich Fort Unheil. Es gelang uns ohne weitere Probleme durch die Stadttore zu kommen. (Die Wachen waren wirklich überzeugt von meiner Vorstellung als "dummer" Bauer...) Bei Lemnos angekommen erklärte uns dieser, dass wir uns durch die sogenannten Monstergrotten unter der Festung Fort Unheils in die Verliese der Festung vorkämpfen sollten. Ausserdem gab er uns Anweisungen, wo dass wir Draldars Auge wahrscheinlich finden würden. Dass Wort "wahrscheinlich" gefiel mir dabei gar nicht! Durch die Kanalisation der Stadt wurden wir zu einem Einstieg in die Monstergrotten gebracht und begaben uns (fast) furchtlos in die Dunkelheit hinter dem Einstieg...

Treffen vom 15 & 16 März 1998

24. Gari - Die Erkenntnis, dass Abenteurer doch nicht ein so leichtes Leben haben...
...Hier waren wir jetzt also, in den Monstergrotten. Wir begannen sofort damit, die uns umgebenden Gänge zu untersuchen. Zur Sicherheit ritzte ich Nummern in die Felswände, schliesslich wollten wir uns nicht verirren. Eine erste Kostprobe der Grotten erhielten wir durch zwei Gnolle, welche sich aus dem Dunkeln auf uns stürzten... sie bezahlten mit dem Leben. Auf unserem weiteren Weg trafen wir auf einen friedlichen Höhlengecko, welchen ich nur mit schnellem Einsatz vor den Pfeilen meiner Begleiter retten konnte. Zwar sind Kojo und Dildy gute Gefährten, aber leider zeigen sie manchmal gar schnell den Drang zu unnötigen Angriffen auf harmlose Wesen. Nun, ich kann wohl nicht erwarten, dass sie soviel davon verstehen wie ich...

In den folgenden Stunden der "Höhlenforschung" ereignete sich noch mehr: neben Riesenratten und Untoten (welchen wir nur entrinnen konnten, weil wir glücklicherweise einen Geheimgang fanden) trafen wir in einer dunkeln Höhle auch auf einen Mensch, der sich uns als Tairus vorstellte, nachdem wir ihn davon überzeugt hatten, dass wir ihm nichts tun wollten. Obwohl er uns eine nicht ganz klare Geschichte erzählte und obwohl er von Dildy eindeutig als "Freischaffender" identifiziert wurde, beschlossen wir, ihn mit uns zu nehmen. Als uns wenige Minuten später mehrere Zombies und zwei Ghule in einem Gang in die Zange nahmen, waren wir doch recht froh um zwei Hände mehr!

Auch diese Angreifer mussten mit dem Leben (in Ermangelung eines besseren Wortes...) bezahlen. Doch sie hatten uns schon hart zugesetzt. Nach einem weiteren Zusammentreffen mit Gnollen und einem kleinen Hund, der sich als äusserst widerstandsfähig herausstellte, war es schliesslich nötig, dass wir uns noch einmal aus den Monstergrotten begaben, um uns von einem Freund unseres Auftraggebers medizinisch verpflegen zu lassen.

25. Gari - Rückkehr in die Grotten und Einstieg in die Festung Fort Unheils
Der zweite Gang in die Monstergrotten gestaltete sich einiges ruhiger, hatten wir doch die meisten Kreaturen schon ihrem sterblich Schicksal übereignet. Unser letztes Problem war jetzt der Einstieg in die Festung des Forts. Eine Leiter führte von einem mit lottrigen Möbeln ausstaffierten Raum aus zu einer geschlossen Falltüre. Von Tairus erfuhren wir, dass dieses Hindernis wahrscheinlich magisch versiegelt war. Er wusste dies, da er schon einmal durch diese Falltüre in die Monstergrotten geworfen worden war...
Wir machten uns also daran, die Falltüre zu untersuchen. Irgendwie mussten wir daran vorbei. Kojo benutzte seine ektoplasmische Gestalt, um sich einmal oberhalb des Hindernisses umzusehen. (Natürlich liessen wir Tairus nicht Kojos Kräfte sehen, da wir dem Dieb noch nicht ganz vertrauten.) Wir berieten gerade unser weiteres Vorgehen, als Kojo zurückkehrte und uns warnte, dass jemand kommen würde. Wir flohen aus dem Raum, aber Dildy schaffte es nicht mehr und versteckte sich unter dem Bett, das im Raum stand. Durch die Luke wurden jetzt etwa zwölf Gnolle in die Monstergrotten geschickt. Doch statt uns zu suchen, was wahrscheinlich ihr Auftrag war, machten sie es sich in dem Raum gemütlich. Mit meinen beiden Gefährten beriet ich vor der Türe, was nun zu machen sei. Bevor wir aber etwas tun konnten, ging es schon Schlag auf Schlag:

Mit viel Radau brach Dildy aus dem Raum hervor. Indem er die Gnolle mit dem Licht seines magischen Steckens blendete, entkam er ihnen geschickt. Es folgte eine Verfolgungsjagd durch die Monstergrotten während welcher schliesslich alle zwölf Gnolle (die wohl unsere Stärke unterschätzt hatten) ihr Leben liessen. Da wir jetzt zwölf Gnoll-Leichen hatten, beschlossen wir, den Einstieg durch die Falltüre mit einem Trick zu erreichen: wir arrangierten die toten Gnolle im Raum mit der Leiter, als ob sie noch am Leben wären und hämmerten dann solange an die Falltüre, bis man kam um sie zu öffnen. Von unseren Verstecken unter Tisch und Bett aus sahen wir zu, wie mehrere Gestalten (welche zuerst in Gnollisch nach unten gerufen hatten, dann aber durch die ausbleibende Antwort neugierig geworden waren) die Leiter hinunterstiegen. Eine dieser Gestalten war ein Grottenschrat!!! Nur mit Mühe konnte ich mich zurückhalten, sind doch Schrate aller Art schon seit langer Zeit meine Todfeinde.

Als der Schrat und die vier ihm folgenden menschlichen Wachen schliesslich in guter Position waren, griffen wir an. Mit geschickten Pfeilen töteten wir die Wache, welche zuoberst auf der Leiter war. Bei ihrem Sturz riss sie die zwei anderen Wachen, die noch an der Leiter hingen nach unten. Einer der Heruntergerissenen brach sich dabei das Genick. Nach einem kurzen Handgemenge waren auch die anderen Gegner unseren Schwertern erlegen (Der Schrat war einer der ersten, der zu Boden ging...). Ich machte mich daran schnell die Leiter hochzuklettern. Als ich fast oben angekommen war, begann die Falltüre plötzlich wieder zuzugehen. Mit aller Kraft konnte ich sie solange offenhalten, dass Dildy durch die Lücke gelangen konnte. Mit wenigen Angriffen erledigte er den Magier, der versucht hatte die Falltüre zu schliessen. Nachdem wir die Überreste des Kampfes "weggeräumt" hatten, verkleideten sich Tairus und ich als Wachen. Mit Hilfe des Filzhutes von Kojo (er hatte ihn von unserem toten Freund dem Avatar der Schlangenkönigin Jinga erhalten) konnte ich mein Aussehen einer der Wachen anpassen. (Wir hatten vor Betreten der Monstergrotten erfahren, dass dies ein Hut der Formwandlung war!!!) Zusammen machten wir uns auf den Weg um die Verliesse zu erforschen, während Dildy und Kojo vorerst zurückblieben.

Leider trafen wir im Verlauf unserer Erforschung auf den Leutnant der Wache, welcher von Tairus wissen wollte, wer er sei. (Ich glich ja schliesslich einer Wache, die er kannte...) Schnell entschied ich mich, dem Leutnant eine Falle zu stellen, was auch gelang. Das er dabei ins Reich der Toten einging, machte die Sache nur einfacher. Ein zweites Mal brauchte ich Kojos Hut, und schon war ich das perfekte Ebenbild des kürzlich verstorbenen. Mit dieser neuen Verkleidung, machte ich mich (gefolgt von Tairus) noch mal auf den Weg um die Festung zu erforschen...

Treffen vom 13. April bis am 16. April 1998

25. Gari - Wer bin ich?
...doch auch Dildy und Kojo wollten nicht mehr warten. So verliessen wir den Kerker in folgender Verkleidung: Tairus als Wachsoldat, Kojo als Magieradept, Dildy als sein Gehilfe und ich als der Leutnant der Wache. Während dem folgenden Tag untersuchten wir die Festung Fort Unheils so gut als möglich und entdeckten schliesslich auch den Aufbewahrungsort von Draldars Auge. Dabei mussten wir uns leider immer tiefer in ein Netz aus Lügen verstricken, welches uns dann schliesslich auch zu Fall brachte. Der Erzmagier, der Kojo unterdessen als Putzkraft eingestellt hatte, war gerade auf dem besten Wege, uns auf die Schliche zu kommen, als etwas passierte, was uns und die ganzen Festungsbewohner überraschte. Tairus, dem ich im Laufe des Tages eine Wachposition im Verlies zugeteilt hatte, gab seine Tarnung auf und versuchte für sich selbst das Auge Draldars zu stehlen. Diesen ungeheuren Verrat konnte ich natürlich nicht einfach so passieren lassen, hatte Tairus doch die Möglichkeit, uns alle auffliegen zu lassen. Während des Kampfes um das Auge wurde der Verräter von einigen Wachen erschlagen. Doch kurz zuvor hatte er es noch geschafft, mich zu vergiften und es schwanden mir die Sinne.

Als ich wieder zu mir kam, wurde ich gerade in den Kerker gebracht. Aus irgendeinem Grund hatte sich die Verwandlung durch Kojos Filzhut aufgelöst und in meiner eigentlichen Gestalt war ich doch recht verdächtig. Na ja, wenigstens hatten sie mich "entgiftet" von einem Wächter erfuhr ich, dass ich mit einem extrem starken (und tödlichen) Nervengift vergiftet worden war und nur dank der Hilfe eines Priesters überlebt hatte. Nun blieb mir nichts mehr anderes übrig, als auf Kojo und Dildy zu hoffen, während ich meine Initialen in die Wände meiner Zelle ritzte...

26. Gari - Kojo holt Draldars Auge, Dildy holt mich und hoffentlich holt der Teufel den Baron
Mein unruhiger Schlaf wurde plötzlich von seltsamen Geräuschen ausserhalb der Zelle gestört. Mein kleiner Halbbruder hatte es doch tatsächlich geschafft, sich bis vor meine Zelle vorzuarbeiten. (Auch wenn dabei einige Wachen in den Steinboden beissen mussten!) Als er gerade das Schloss knacken wollte, hörte ich ein seltsames Geräusch, wie von einem Blasrohrpfeil. Als die Türe bald darauf aufging wurde ich von einem Kämpfer befreit, den ich während meiner Zeit als Leutnant der Festungswache kennengelernt hatte. Dildy lag schlafend im Gang. Eine kurze Besprechung zeigte, dass er Mitglied einer Gegenbewegung zum Baron Unheil war und mich für einen Freund des Leutnants hielt. Als ich ihm erklärt hatte, dass auch Dildy einer der guten sei, nahm Anolas (so sein Name) meinen Halbbruder unter den Arm und ohne grossen Widerstand flohen wir durch die Monstergrotten nach draussen, wo uns Lemnos zu einem Versteck brachte, in dem Kojo schon auf uns wartete. Der PSI - Meister hatte es unterdessen mit Hilfe seiner Kräfte und seinem genialen Plan fertiggebracht, Draldars Auge zu erhalten. Mit ektoplasmischer Gestalt war er in den Raum eingedrungen, in dem das Auge aufbewahrt war und hatte den Körper des dort anwesenden Nekromanten kontrolliert um dadurch in Besitz des magisch geschützten Auges zu gelangen. Dann hatte er sich auch zu Lemnos begeben.Unser nächstes Ziel war jetzt der Wohnort des Sehers, welcher auf Draldars Auge aufpassen sollte. Anolas verliess uns, da sein Ziel nicht das Auge sondern der Sturz des Barons war.

Als wir am Abend unser Lager aufgeschlagen hatten, wurde wir Zeugen eines Kampfes von Hobgoblins gegen Dunkelzwerge (wir nehmen an, dass es solche waren) in den wir uns aber nicht eingemischt haben, da unser Ziel wichtiger war...

1. Irlak - Spuren erzählen Geschichten
Heute fanden wir Spuren von Raubtieren, die ich aber trotz meines Wissens in Tierkunde nicht identifizieren konnte, wir müssen also Annehmen, dass es sich um Monster handelt. Grössere Wachsamkeit ist also geboten.

2. Irlak - Nächtliche Besucher der unerfreulichen Art
In dieser Nacht hatten wir ein Zusammentreffen mit riesigen hundeähnlichen Kreaturen. (Man nennt sie Leukrotas, wie ich später erfahren habe) Sie attackierten uns mit einer unheimlichen Präzision und nur unter Einsatz aller Mittel gelang es uns, die drei Angreifer zu erschlagen. Als ich gerade den letzten getötet hatte, sah Kojo aus dem Sterbenden Wesen eine Art humanoiden Schatten aufsteigen, der uns böse anstarrte und dann verschwand. Dildy und ich hatten nichts solches gesehen.

5. Irlak - Zufall oder nicht?
Nach zwei ruhigen Tagen wurden wir in dieser Nacht von einem Vielfrass aufgesucht, den unsere Rucksäcke besonders interessierten. Da Dildy und ich während der Wache eingeschlafen waren, brachte er es dummerweise fertig, die Schatulle mit Draldars Auge aus Kojos Rucksack zu schütteln, wobei sie aufging. Wenn der Angriff der Leukrotas dies nicht schon bewiesen hatte, dann wussten wir spätestens jetzt, dass jeder geschickte Magier es fertigbringen würde, uns zu orten. Dem Vielfrass können wir dafür keinen Vorwurf machen, er hat nur nach Instinkten gehandelt... oder nicht?!

7. Irlak - Erschreckendes Erwachen nach einer seltsamen Nacht.
Als ich an diesem Morgen aufwachte, fand ich mich gefesselt wieder und Dildy verpasste mir gerade eine tüchtige Ohrfeige. Erschrocken befürchtete ich, dass mein Halbbruder einer Bezauberung zum Opfer gefallen war. Mein blutverschmiertes Schwert und Dildys Wunden überzeugten mich aber davon, dass nicht er sondern ich der bezauberte war und dass es meinen Freunden nur mit Mühe gelungen war, mich zu überwältigen. Kojo hatte auch dieses Mal den humanoiden Schatten gesehen, er war aus mir gekommen! Es blieb uns nur zu hoffen, dass dies nicht mehr passieren würde. So ritten wir also weiter.

Während der sieben Tage in denen wir schon geflohen waren, war uns klar geworden, dass wir "geistig" verfolgt wurden. Einen "körperlichen" Verfolger hatten wir nicht gesehen, obwohl Kojo immer wieder seine geschärften Sinne angewandt hatte... und dabei mehrere Male aus unbekannten Gründen einen seiner Sinne verlor! Man stelle sich das vor: ich sitze mit meinem Freund auf einem Hügel und wir beobachten die Umgebung. Plötzlich gibt er keine Antwort mehr, weil er meine Fragen nicht mehr hört. Mit der Zeit haben wir aber herausgefunden, dass diese "Verstümmelung" seiner Sinne höchstens einen halben Tag andauert.

8. Irlak - Im Frühtau zu Berge...
Heute ging's in die Berge. Leider war der Aufstieg recht mühsam und wir kamen wenig vorwärts. Beim Mittagsmahl hatten wir ein Zusammentreffen mit einer geheimnisvollen Frau, die sofort wieder verschwand, als sie folgendes gesagt hatte: "Es gibt zwei Wege, einen kurzen mit gutem Ziel und einen langen der bringt nicht viel. Welchen wählt der Narr?"
Verwundert setzten wir unseren Weg fort und häufig fragten wir uns, was sie wohl gemeint hatte. Mit der Zeit wurde der Weg steiler und gefährlicher. Ich schickte meinen Halbbruder voraus, sah ich doch, dass es viele Möglichkeiten für Hinterhalte gab. Eine dieser Möglichkeiten wurde von einem riesigen Humanoiden ausgenutzt, welcher uns mit Steinen bewarf. Dank Dildys magischer Kugel des Lichts gelang es aber, ihn zu blenden und wir entkamen wohlbehalten.

9. Irlak - Auch Stoff hinterlässt Spuren
Ein abgerissener Stoffetzen zeigte uns, dass wir doch nicht die einzigen waren, die diesen Weg gingen.

10. Irlak - Welchen wählt der Narr
Die Mittagsrast zeigte uns, was die Frau mit ihrem Rätsel gemeint hatte. Wir trafen auf eine Weggabelung mit einem breiten, gut ausgebauten und einem steilen engen und steinigen Weg. Welchen wählt der Narr? Uns schien, dass ein Narr den steinigen Weg wählte und so machten wir es wie der Narr. (Unsere Pferde liessen wir mit Nahrung und Wasser für mehrere Tage zurück.) Als erstes Hindernis trafen wir auf einen abgerutschten Teil des Weges, welchen wir aber einfach überbrücken konnten. Kojo schwebte über den Abgrund, Dildy kletterte der Wand entlang und ich machte einen Sprung über das Loch. Die Nacht verbrachten wir auf dem Weg... versucht Ihr mal auf einem schmalen, steinigen Weg zu schlafen, der an einen tiefen Abgrund grenzt!

11. Irlak - Der grosse (böse) Bruder sieht uns
Früh morgens wurden wir von einem riesigen Adler angegriffen, der sich auch von mir nicht besänftigen lies. Das unablässige Schnauben und Stöhnen, welches Kojo (und nur er) ständig hörte, überzeugt uns, dass der böse "Schatten" wieder hinter uns her war... gegen unsere vereinte Feuerkraft hatte der Riesenadler keine Chance.

12. Irlak - Moment, das ist nicht fair
Uns wurde sofort klar, dass wir unserem Ziel näher kamen, als plötzlich seltsame Angriffe begannen. Starke Windstösse drohten uns vom Weg zu blasen, unsichtbare Hände schubsten uns und lose Steine schienen sich wie von Geisterhand unter unsere Füsse zu rollen. Trotzdem erreichten wir schliesslich ein Hochplateau mit einem See und wir sahen die Wohnung des Sehers schon vor uns, als eine letzte, harte Attacke begann. Aus dem nichts tauchte eine durchsichtige humanoide Gestalt mit feurigen Augen und ohne Beine vor uns auf. Es war ganz klar die "puddingartige" Form des Schattens, den wir schon öfters gesehen hatten. Er griff uns an, sein Ziel war eindeutig die Schatulle in Kojos Rucksack. Ein harter Kampf entbrannte, während dem wir herausfanden, dass unser Gegner nur von magischen Waffen getroffen werden konnte. Während dem Kampf erwischte ein wuchtiger Angriff aus Dildys Schleuder den rechten Arm Kojos und brachte den PSI - Meister dazu, am hellichten Tag Sterne zu zählen. Unser Gegner nutzte die Gelegenheit und schnappte sich das Kästchen. Doch mit einer letzten Anstrengung gelang es uns, es ihm wieder zu entreissen und mit einem Schuss aus seiner Schleuder setzte Dildy dem ganzen Spuk ein Ende.

Kojos Arm war gebrochen und da der Seher nicht zu Hause war, hatten wir genug Zeit, vor seiner Türe ein Lager aufzuschlagen und Kojo zu verarzten.

14. Irlak - Der Dank eines Sehers
Heute ist dann doch endlich der Seher gekommen. Nicht das es uns auf dem Hochplateau schlecht gegangen wäre, aber langsam wurde es doch recht langweilig. Der nette alte Mann (ob es auch junge Seher gibt?!) führte uns in seine Wohnung und bot uns eine Erfrischung an. Nachdem wir ihm die ganze Geschichte erzählt und ihm das Auge übergeben hatten, bot er uns eine Belohnung an... er bot uns an, uns EINEN Wunsch zu erfüllen!!!
Natürlich brauchten wir einige Zeit, um uns zu entscheiden, was wir uns den wünschen sollten. Die Wünsche aller drei wollten berücksichtigt werden. Der schlussendliche Wunsch sah folgendermassen aus: Wir wünschten uns, dass unser Freund Flambos Axmay (er war feige von einem Dämonen getötet worden) wieder ins Leben zurückkehrt und dass wir uns mit ihm und unseren Pferden zusammen soweit als nur möglich in Richtung Gondor befinden würden. Nach Gondor wollten wir, weil wir dort immer noch Dildys Familie zu finden hatten. Der Seher erfüllte uns diesen Wunsch gerne und einige magische Formeln später fanden wir uns in einer warmen Grasebene wieder, neben uns unser wieder lebendige Freund Flambos.

14. Irlak (?) - Flambos und Enedwaith
Freudig umarmten wir Flambos und begrüssten ihn wieder in unserer Mitte. Nachdem wir ihm alles Geschehene erzählt hatten, schwor er uns ewige Dankbarkeit dafür, dass wir einen Wunsch für ihn gebraucht hatten. Nachdem wir uns umgesehen hatten (um uns herum war NUR Grasland zu sehen!) entschieden wir, dass wir wohl in Enedwaith gelandet waren. Wir ruhten uns erst einmal aus, genossen den zurückgewonnenen Flambos und warteten auf den Sonnenuntergang, damit wir genau wussten, wo wir waren.

15. Irlak (?) - Im Grasland Enedwaiths
Im Südosten hatte Kojo mit seinem geschärften Blick einen dunklen Fleck entdeckt. Wir beschlossen darauf zuzureiten, da wir auch annahmen, dass die gondorischen Eredberge (dort wohnte Dildys Familie) in diese Richtung lagen. Nach einiger Zeit trafen wir auf eine Spur, die direkt nach Westen führte. Sie war von vier gepanzerten Reitern gemacht worden und in der Hoffnung, dass sie uns zu unserem Ziel führen würde, folgten wir ihr.

16. Irlak (?) - Vogelmenschen?!
Heute fanden wir heraus, dass wir langsam die Reiter aufholten, deren Spur wir folgten. Auf dem Weg entdeckten wir drei Gestalten, die aber verschwanden, als wir uns näherten. Obwohl sie Humanoide waren, hinterliessen sie Vogelspuren!
Nachdem wir weitergezogen waren, trafen wir auf eine Herde wilder Pferde, von denen wir erfolgreich eines fangen konnten, es aber später wieder freilassen mussten, da wir einfach nicht die Zeit hatten, es zu zähmen.

17. Irlak - Vogelmenschen ! und Soldaten
Nachdem wir in der Nacht Vogelschreie gehört hatten, fanden wir am Morgen wieder Spuren der "Vogelmenschen". Als wir sie nach einiger Zeit wieder vor uns auf dem Weg entdeckten, umritten wir sie. Diesmal wollten wir mehr Distanz zwischen sie und uns bringen. Dank Kojos immer wieder eingesetzten geschärften Sinnen entdeckten wir vier im Gras versteckte Soldaten. Sie waren uns aber freundlich gesinnt und erklärten uns, dass die Humanoiden, die wir gesehen hatten, tatsächlich Vogelmenschen waren. Man nannte sie auch Kenkus und sie waren bösartige Wesen. Gemeinsam mit den Soldaten lauerten wir ihnen auf und erledigten sie in einem kurzen Kampf. Dank Lugen von Bugol (so hiess der Anführer der Soldaten) erfuhren wir, dass wir wirklich in Enedwaith waren und dass wirklich der 17. Irlak war. Sie boten uns an, uns mit nach Oputo zu nehmen, der Stadt, die das Ziel ihrer Patrouille war. Während den folgenden acht Tagen erfuhren wir viel über Enedwaith, Gondor und das uns bisher wenig bekannte Land Rohan.

24. Irlak - Oputo, endlich wieder ein bisschen Ruhe...
Endlich kamen wir in Oputo an, die von den Bewohnern des Landes Rohan, das östlich von Enedwaith lag auch Tor des Westen genannt wurde. Wir verbrachten einen ruhigen Tag damit, uns heilen zu lassen (Kojo), Ausrüstung zu kaufen und Informationen über Halblinge zu sammeln. Informationen über Gondor waren aber nicht zu erhalten, da Gondor in Enedwaith sehr unbeliebt war. Einige Personen verwiesen uns an einen Geschichtenerzähler namens Igen von Xagur, der anscheinend über Gondor Bescheid wusste. Ganz klar, wen wir am nächsten Tag als ersten aufsuchen würden...

Treffen vom 30.5., 6.9 und 7.11. 1998

1. Rugent - von Xagur, Igen von Xagur, Geschichtenerzähler

Da waren wir also, kurz an der Türe klopfen und den beinahe magischen Satz: "Guten Tag Herr von Xagur, könnten Sie uns einige Informationen geben?" sagen und schon wurden wir von Igen (Leute die Geschichten und Informationen haben wollen dürfen ihn Igen nennen) an den Armen hereingezogen, auf einige recht bequem Stühle gedrückt, mit einem Glas Wein, Wasser oder Wermut ausgestattet und hörten schon eine kurze Geschichte aus Igens grossem Wissen, bevor wir nur genauer sagen konnten, an was für Informationen uns eigentlich gelegen war. Mit viel Kampfgeist ein Gedicht über Enedwaith abschmetternd schafft es unser Meldeläufer doch noch bis ins Hauptquartier des anstürmenden Geschichtenerzähler und lenkt seine Aufmerksamkeit gekonnt in Richtung Gondor, Halblinge und "Wie kommen wir dahin?". Mit grösster Müh und Not eine Welle Nostalgie niederschlagend und einen Gegenangriff startend ist es uns schliesslich möglich, folgende essentiellen Informationen aus vielen (mehr oder weniger) glaubwürdigen Geschichten herauszufiltern:

1. Igen kennt zwar Gondor und war auch schon da, weiss aber nicht, wo das Tal mit Dildys Familie liegen könnte. Er denkt es sei wohl sehr weit im Osten des Landes, wo er noch nie selber war.
2. Um die Berge zu überwinden muss man entweder einen reissenden Wildbach durchschiffen, oder sich durch einen grossen und gefährlichen Wald kämpfen.
3. Ein Freund Igens namens Jette von Bodiak wäre sicher bereit, uns - gegen eine entsprechende Anzahl Münzen - auf den Flüssen Enedwaiths zu transportieren.
4. Gondor ist nicht eigentlich ein Land, wohin man gehen sollte. Es ist für Ausländer recht gefährlich (vor allem in den Städten), beherbergt viel Abschaum, Ungeziefer und Mördervolk und bietet vor allem rauhe Landschaften mit sehr viel Himmel...

Natürlich war das nicht alles, aber ich will nicht mein Tagebuch mit all den Informationen füllen, die Igen uns so zukommen liess. Am gleichen Abend besuchten wir noch Jette (wer Igen kennt ist auch Jettes Freund und per Du mit ihm) und legten unsere Abreise auf den nächsten Tag fest.

2. Rugent - Die "liebliche Forelle"
Nachdem wir uns alle ausgerüstet hatten, stachen wir mit der "lieblichen Forelle" in See... oder in Fluss?! Zwei Tage lang passierte nichts aufregendes. In der Nacht auf den 4. Rugent hörte Dildy aber die Geräusche von Kenkus in der Ferne. Vorsicht war wohl geboten.

4. Rugent - Die Vorsicht geht über Bord...
Den ganzen Tag hielten wir Ausschau nach Kenkus. Als wir sie schliesslich entdeckten, bot sich uns ein schlimmes Bild. Zwei dieser teuflischen Ausgeburten machten sich gerade über eine schreiende Menschenfrau her. Natürlich konnten wir das nicht einfach passieren lassen und machten uns auf in den Kampf. Nur Kojo blieb auf dem Schiff zurück, für den Fall der Fälle. Wir hatten den Schauplatz noch nicht erreicht, als wir plötzlich die wahre Natur dieser Szene erkennen mussten. Es war eine Falle. Plötzlich fanden wir uns von mehreren Kenkus umgeben und die schreiende Frau war einfach verschwunden. Nun, ich will hier nicht die ganzen blutrünstigen Szenen des darauf folgenden Kampfes aufzählen, ich beschränke mich darauf, die wichtigsten Punkte zu nennen. Als erstes ist wohl zu sagen, dass die Kenkus nicht gewannen. Trotzdem waren bei uns einige Opfer zu beklagen. Die Besatzung von Jettes Schiff wurde, weil unerfahren im Kampf, restlos getötet. Jette überlebte nur, weil er sich an die Galionsfigur seines Schiffes klammerte. Daraus ist zu erkennen, dass die "liebliche Forelle" ebenfalls von den Kenkus angegriffen wurde. Während wir uns an Land im Kampf befanden musste Kojo also alleine die "Forelle" verteidigen. Mit viel Einsatz gelang ihm dies auch und irgendwie schaffte er es sogar, das Boot wieder unter Kontrolle zu bringen, welches die Kenkus losgebunden hatten. Zum Kampfgetümmel an Land ist eigentlich nur zu sagen, dass Dildy eine schwere Verwundung hinnehmen musste, welche ihn noch länger behindern sollte. Nach der Beerdigung unserer Toten machten wir uns schliesslich wieder auf in Richtung Fort Alamo, unserem Zielpunkt, von wo aus wir per Pferd weiter wollten. Wir hatten nämlich beschlossen, durch den von Igen genannten Wald nach Gondor vorzudringen.

6. Rugent - Fort Alamo und noch mehr Probleme
Heute trafen wir in Fort Alamo ein, wo sich vor allem Dildy sofort heilen liess. Zwar war er wieder vollständig hergestellt, aber einen leichten Schmerz an der damals verwundeten Stelle spürt er noch heute jedesmal bevor es zu regnen beginnt. Kojo vertrieb sich die Zeit mit seiner Musik und lernte wiedermal viele Leute kennen. Flambos und ich sorgten für die Verpflegung und Einkäufe und Dildy sammelte Informationen. Dabei fiel ihm ein Mann auf, der mit einem seiner Kumpel über Dildy redete. Zwar begann mein Halbbruder sofort mit einer "Untersuchung" um herauszufinden, worum es ging, aber bis auf den Namen des Fremden konnte er nichts in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall hat er sich den Namen Flavio Meilenstiefel gemerkt! Zur Sicherheit haben wir unser Zimmer diese Nacht mit Fallen gesichert...

7. Rugent - Der Beginn einer langen Reise nach Gondor
Um von niemandem verfolgt zu werden ritten wir heute zuerst in Richtung Westen als wollten wir zur Küste. Erst als wir ausser Sicht des Forts waren bogen wir - vorsichtig unsere Spuren verwischend - nach Süden in Richtung Gondor ab. Es schien uns niemand gefolgt zu sein. Wer weiss, vielleicht sind wir auch ein bisschen übervorsichtig geworden?
Als wir uns zur Nachtruhe begeben wollten, erlebten wir noch eine weitere Überraschung. Ein dumpfes, rhythmisches Geräusch, welches sich bei genauerer Untersuchung als grosses, steinernes Wesen herausstellte, bewegte sich auf unser Lager zu. Obwohl es einem gutmütigen Galep-Dur - wie ich ihn aus den Geschichten meines Vaters kannte - ähnelte, gingen wir kein Risiko ein, verlegten unser Lager und beobachteten es noch bis am nächsten Morgen. Zwar untersuchte es kurz unsere Lagerstelle, ging aber dann ungerührt weiter seinen Weg und war keine Gefahr mehr.

8. - 12. Rugent - Eine willkommene Verschnaufpause
Ausser ein paar Wildhunden, die sich über eine Beute hermachten und der sensationellen kulinarischen Erfindung "Gepökelter Adler, PSI-Meister Art" passierte vier Tage lang nichts erwähnenswertes, was uns sehr froh stimmte, konnten wir doch mal eine ruhige Zeit verbringen.

13. Rugent - Eine alte Bekannte mit neuen Rätseln
Heute entdeckten wir zum ersten Mal die Ered-Berge vor uns und kaum war dies passiert, hatten wir ein zusammentreffen der rätselhaften Art: wie schon einmal auf dem Weg zum Seher vom See, dem wir Draldars Auge zurückbringen wollten, tauchte plötzlich das in grün gekleidete, mysteriöse Mädchen auf. Und wieder gab sie uns ein Rätsel auf, bevor sie sich wieder ins nichts auflöste. Wer sie wohl ist, von wem sie wohl geschickt wird. Wie auch immer, wir verbrachten einige Zeit mit dem Versuch herauszufinden, was wohl das folgende Rätsel zu bedeuten hat:

Seid gegrüsst, Recken, die in den Wald Ihr geht,
doch leider nicht die Gefahr Ihr seht,
mächtige Krieger bewachen den Westen
und versuchen zu tun alles zu Eurem Besten,
doch ist Euer Grund nicht wirklich rein,
Ihr werdet es niemals mehr sehn Euer Heim.
 

Nicht sehr ermutigend, oder?

Treffen vom 20. Dezember 1998

14. Rugent - Denn sie wissen nicht was sie tun...
Trotz dem wenig ermutigenden Zusammentreffen mit dem mysteriösen Mädchen, hatten wir beschlossen, weiter nach Gondor zu reiten. Wir verliessen heute den Flusslauf und begaben uns auf direktem Wege nach Süden, wo wir schon bald auf den Wald zu stossen hofften.

16. Rugent - Stein auf Stein - muss ein Gebirge sein
Heute erreichten wir die ersten Ausläufer des Gebirges, aber vom gesuchten Wald war leider keine Spur zu sehen. Na ja, wir hatten eine recht genaue Vorstellung davon, wo er liegen müsste, also blieben wir ruhig und schlugen ein Nachtlager auf. Dildy machte bei seinen Erkundungen eine kurze Bekanntschaft mit einer weissen Schlange, der er aber dank seiner guten Reaktion ausweichen konnte. Wir beschlossen in Zukunft besser auf den Weg unserer Pferde zu schauen.

17. Rugent - Ein böser Zufall oder ein Resultat unserer Ignoranz?
Wie erwartet tauchte schon bald der gesuchte Wald - durch den wir nach Gondor gelangen wollten - vor uns auf. Vorsichtshalber beschlossen wir in einiger Entfernung ein Lager aufzuschlagen. Die böse Überraschung kam bald darauf in unsere Richtung...

Dank seinem geschärften Gehör hatte uns Kojo vor sich nähernden Geräuschen gewarnt. Taktisch geschickt teilten wir uns in zwei Zweiergruppen auf, um die Umgebung besser überwachen zu können. Spätestens als Flambos aber von einem unsichtbaren Wesen niedergeknüppelt wurde, wussten wir, dass wir ein Problem hatten. Zu allem Unglück blieb der Kampf aber nicht auf dieses eine Wesen beschränkt, welches sich unverfroren an unseren Pferden zu schaffen machte. Von der Richtung, aus der wir den Angriff eigentlich zuerst vermutet hatten, stürmten plötzlich fünf Oger in unsere Richtung. Während Dildy mit zweifelhaftem Erfolg versuchte, das unsichtbare Wesen zu erlegen, widmeten Kojo und ich uns vollkommen dem Fernkampf gegen diese neue Gefahr. Ein Geräusch hinter uns warnte uns leider zu spät vor einem Oger Magus, der sich irgendwie angeschlichen hatten und uns mit einem Zauberstab, der Wellen von Kälte aussandte attackierte. Kojo war sofort unterkühlt und konnte nicht mehr weiterkämpfen, ich hatte wenig mehr Glück, war aber wenigstens noch fähig, meinen Bogen zu erheben. Zum Glück wurde unser Gegner durch etwas verscheucht. Ich wäre zwar gerne bereit zu glauben, dass er Angst vor mir hatte, viel wahrscheinlicher hatte es aber mit den unbekannten Wesen zu tun, die sich mit golden glänzenden Augen auf die fünf heranstürmenden Oger stürzten. Ich hatte keine Ahnung, wer diese Helfer in der Not waren, aber es war mir auch egal. Ich packte schnell meinen unterkühlten Freund und brachte uns beide vorerst in Sicherheit, hatte ich doch gesehen, dass mein Bruder Dildy das gleiche mit Flambos gemacht hatte. Der Kampf tobte jetzt zwischen den Ogern und den "Goldaugen". Nachdem ich Kojo verpflegt hatte, beschloss ich, unsere noch lebenden Pferde zu retten. Mein treues Reitpferd Endar hatte leider kein Glück gehabt, aber Mielikki wird es sicher in ihren Schoss aufgenommen haben... Dildy hatte unabhängig von mir eine ähnliche Idee gehabt, wurde aber bei seiner Attacke von einem Zauber in absolute Dunkelheit gehüllt. So ignorierte ich also den andauernden Kampf zwischen Ogern und "Goldaugen", packte den blutenden Flambos nach kurzer Behandlung auf sein Pferd, nahm Kojos Reittier an den Zügeln und setzte mich auf das Pferd meines Bruders, auf das dieser auf irgendeine Art und Weise gelangt war. Wir ritten dorthin, wo ich Kojo zurückgelassen hatte, nur um festzustellen, dass er irgendwie wieder in einen Konflikt mit dem vorher geflohenen Oger Magus geraten war. Dieser wollte gerade mit Kojo auf der Schulter fliehen, als wir ihn stellten. Es kam zu einer äusserst gefährlichen Situation, drohte unser Gegner doch damit, Kojo etwas anzutun, falls wir ihn nicht gehen liessen. Doch wir wussten alle genau, dass Kojo lieber gestorben wäre, als den Futterlieferanten für dieses Monster zu spielen. Also forderten wir die sofortige, bedingungslose Herausgabe unseres Freundes, welche wir mit gespannten Bogen unterstrichen. Der Entführer handelte falsch. Er versuchte weiter zu entkommen, was wir mit einem Angriff quittierten. Leider gelang es uns nicht, ihn niederzustrecken bevor er es schaffte Kojo schwer zu schädigen und ihn in hohem Bogen wegzuschleudern. Während Dildy und Flambos dem Finsterling ein schreckliches Ende bereiteten, begab ich mich sofort zu Rettung unseres Freundes. Doch Diesmal sah es SEHR schlimm aus. Kojos Lebenslicht schien endgültig erloschen zu sein. Zu dritt knieten wir um ihn herum, versuchten alles, ihn wieder zum Leben zu erwecken. Wir flössten ihm Heiltränke aller Art ein, doch auch diese schienen nicht zu wirken. Jeder betete zu seinen Göttern, bat sie um Unterstützung für einen gefallenen Helden, sogar Kojos eigenen Gott flehten wir an, ihm zu helfen.

Wir wissen nicht, was es war, dass die Flamme neu entzündete, aber plötzlich bemerkten wir wieder wie sich Kojos Brustkasten mit einem schwachen Atemzug füllte und bis vor kurzem leblose Augen erfüllten sich mit neuem Leben. Unsere Gebete waren erhört worden und unsere Mittel hatten gewirkt. Doch Kojo war keineswegs in gutem Zustand. Dank unserem Wissen über die Erste Hilfe an Verletzten konnten wir erkennen, dass der PSI-Meister unter anderem eine Schulter ausgekugelt, einen Arm und mehrere Rippen gebrochen und schwere Prellungen erlitten hatte. Einrenken und schienen konnten wir, aber für die Heilung brauchte es Zeit, so zogen wir uns mit Hilfe einer eilig gebastelten Bahre für Kojo etwa zwanzig Kilometer vom Wald zurück, denn obwohl die siegreichen "Goldaugen" jetzt verschwunden waren, hatte uns die Vorsicht erneut eingeholt. Bei einer kleinen Wasserquelle, die für unsere Bedürfnisse bestens ausreichte schlugen wir ein Lager auf, dass für einige Zeit unsere Heimat werden sollte. Zurück nach Fort Alamo konnten wir nicht, waren für Kojo doch schon die zwanzig Kilometer zu unserem neuen "Heim" eine Tortur und weiterreisen konnten wir so auch nicht. Es blieb uns nichts anderes übrig, als zu bleiben wo wir waren. Dildy begann mit dem Bau einer Halbling-Erdhöhle, die uns alle beherbergen sollte. Wir hofften alle, dass er noch wusste wie das ging...

Der Wald hatte unseren ersten Versuch mit grosser Wucht abgewiesen und es stand noch nicht fest, ob wir noch mal versuchen wollten, ihn zu durchqueren. Wir hofften jetzt nur darauf, dass die Zeit wirklich alle Wunden heilt.

Treffen vom 30.01. & 21.02.1999

17. - 24. Rugent - Eine dringend nötige Ruhepause
Da waren wir also, mitten in der weiten Steppe des Enedwaithischen Graslandes, vier Abenteurer aus dem Norden. Den Göttern sei dank, dass wir endlich eine Ruhepause erhalten hatten. Mit grosser Sorge um unseren Freund Kojo begannen wir eine täglich Routine zu entwickeln. Sobald ich unseren verletzten Psi-Meister mit meinen bescheidenen Kenntnissen medizinisch versorgt hatte, halfen wir ihm auf den kleinen Hügel, dem Dildys Höhle in den Bauch gegraben wurde. Dort hielt er Ausschau nach eventuellen Gefahren. Dildy und Flambos kümmerten sich mit grossem Eifer um unsere Höhle, schliesslich wollten wir den sicher schon bald kommenden Winter nicht ohne Dach über dem Kopf begrüssen. Ich kümmerte mich um Jagd und Kräutersuche. Alles lief ruhig, bis zum...

25. Rugent - Händler?! Sklavenhändler!
Auf einem meiner Streifzüge entdeckte ich mit einem Mal eine riesige Wagenkolonne, die sich in fast gerader Linie auf unser Lager zubewegte. Wieso bringen es die Leute aber auch immer wieder fertig, in einer Wildnis von mehreren tausend Quadratkilometern genau auf uns zu treffen?! Na ja, aus Erfahrung wussten wir, dass es nicht sehr ratsam ist, sich gleich zu zeigen, weiss man doch nie, um was für Personen es sich handelt. So wollten wir uns vorsorglich verstecken. Durch eine absolute Dummheit von Kojo und mir wurden wir aber entdeckt, als wir versuchten uns einen genaueren Überblick zu verschaffen. Wie dem auch sei, die Leute stellten sich als recht zuvorkommend heraus, obwohl es Gondorianer waren. Kaum hatte mein Halbbruder dies gesehen, versteckte er sich so schnell es ging, jedes Kind weiss nämlich, dass Gondorianer meist nur des Sklavenhandels wegen in den Länder nördlich der Berge auftauchen. Tatsächlich mussten wir schon bald entdecken, dass es sich dabei kaum nur um ein Gerücht handelte. Obwohl die Gondorianer sich sogar äusserst freundlich um Kojo kümmerten, war das vereinzelte Stöhnen - das sicher nicht von Tieren kam - aus den Wagen nicht zu überhören. Auch die übertriebene Bewachung der Wagen und vor allem die silbernen Ringe - welche klar Zeichen der Zugehörigkeit zum Eisernen Ring waren, dem Sklavenhändlerring, der uns ja schon bekannt war - schrien lauter als alle Worte heraus, was das Geschäft dieser Subjekte war. Leider entdeckten die Sklavenhändler auch Dildys Erdhöhle und mit einer geübten Sicherheit begannen sie ihn zu jagen. Wie er mir später erzählte, konnte er sich nur durch den Einsatz seiner ganzen Diebesfähigkeiten und einem klug gewählten Versteck im Schilf eines nahen Baches vor der Aufgreifung retten. Wir beschlossen, die folgende Nacht in grösster Vorsicht zu verbringen.

26. Rugent - Ein verzweifelter Entscheid
Mit knirschenden Zähnen mussten wir die Sklavenhändler heute ziehen lassen. Doch was sollten wir tun? Wir waren nur zu dritt, schliesslich hielt sich Dildy irgendwo versteckt. Ausserdem war Kojo immer noch sehr schwer angeschlagen, trotz der Behandlung durch den Heiler der Sklavenhändler. Kaum waren die Wagen weitergezogen und hatten wir uns versichert, dass sie auch bestimmt nicht zurückkamen, ging ich voller Sorge auf die Suche nach meinem kleinen Halbbruder, den ich - Mielikki sei Dank - auch schon bald darauf wieder in die Arme schliessen durfte. Nun setzten wir uns zu viert vor unsere Höhle und berieten. Die Sklavenhändler hatten in etwa die Richtung in eine Stadt des Ostens eingeschlagen und wir hatten nun vor, die Enedwaithische Reitergarde in Fort Alamo zu warnen. Doch wer sollte gehen? Ich sah es nicht gern, das jemand alleine gehen sollte. Kojo war ausser Frage, da er mit seiner Verletzung kaum ohne Schmerz gehen konnte und reiten wäre unmöglich gewesen. Ausserdem bestanden er und Flambos darauf, dass ich auch bleiben musste, um Kojo weiter zu pflegen. Dildy konnte nicht gehen, da er den Bau der Höhle nicht unterbrechen konnte, wollte er noch vor dem Wintereinbruch fertig werden. Flambos war als einziger übrig und wie immer war er in seinem Mut sofort bereit, sich auf den Weg zu machen. Mit vielen guten Ratschlägen, Proviant und dem schnellsten unserer Pferde machte er sich auf den Weg. Als wir ihm so nachsahen, hofften wir alle inbrünstig, dass wir ihn nicht zum letzten Mal gesehen hatten.

27. Rugent - 7. Stemir - Zeit der Vorbereitung
Wir verbrachten einige lange Tage mit den üblichen Dingen. Höhlenbau, Beschaffung eines Nahrungsmittel und Holzvorrates für den Winter und Ausheilung eines sich langsam bessernden Armes.

8. Stemir - Die Vögel und die Höhlenbewohner
Heute versteckten wir uns vorsichtshalber vor einem riesigen Schwarm einer Art Vögel. Mit einer Spannweite von ca. 1m70cm und einem fleischartigen Wurmfortsatz, der aus ihrer Brust lugte, waren sie SEHR beeindruckend. Als wir dann schliesslich sahen, wie sie sich auf eine Steppengazelle stürzten, sie innert kürzester Zeit verschlangen und dann wieder davonzogen, waren wir froh, dass Dildys Höhle schon so weit war, dass wir uns darin verstecken konnten. Überhaupt hatte mein Brüderlein ausgezeichnete Arbeit geleistet und noch am selben Abend war der Rohbau der Höhle fertig. Wir hatten jetzt also einen grossen 'Aufenthaltsraum' und eine kleinere Vorratskammer zur Verfügung. In den nächsten Tagen halfen wir alle dabei mit, die Höhle wohnlich zu machen.

9. & 10. Stemir - Luft und Feuer
Neben weiterem Vorrätesammeln, machten wir uns gemeinsam daran, die Luftzufuhr der Höhle sicherzustellen. Ausserdem überlegten wir uns auch eine Feuerstelle, die es uns ermöglichte, in der Höhle zu feuern und zu heizen, ohne eine Erstickungsgefahr einzugehen.

11. Stemir - 13. Stemir - Warten auf einen Freund
Am 11. Stemir hätte Flambos unserer Rechnung nach wieder bei der Erdhöhle sein müssen, aber er kam und kam nicht. Mit der Jagd, dem Fischen und vielen anderen Arbeiten vertrieben wir uns die Zeit und die wachsende Sorge.

14. Stemir - Wiedersehen macht Freude
Endlich tauchte heute am Horizont die Gestalt unseres Freundes Flambos auf. Die Erleichterung mit der wir seine Rückkehr begrüssten zeigte uns, wie wichtig er doch schon für unsere Gemeinschaft geworden war. Er hatte viel zu berichten. Wie geplant hatte er die Behörden in Fort Alamo über die Sklavenhändler ins Bild gesetzt. Doch obwohl er bei mehreren Stellen vorgesprochen hatte, schien niemand wirklich begeistert über diese Möglichkeit zu sein, dem Eisernen Ring eins auszuwischen. Deshalb hatte sich Flambos auf der Rückreise viel Zeit gelassen um eventuelle Verfolger abzuschütteln. Irgendwie schien ein grosser Teil der Behörden von Fort Alamo nicht sehr negativ gegenüber der Sklaverei eingestellt zu sein und das hatte die Vorsicht unseres Freundes geweckt.

15. Stemir - 3. Folom - Warten auf den Winter
Weitere Vorbereitungen für den Winter nahmen unsere Zeit in Anspruch und Kojos Arm schien sich auch zu bessern. Die Heilung hatte wohl endlich Fortschritte gemacht.

4. Folom - Leise rieselt der Schnee
Heute fielen die ersten Schneeflocken, jetzt würde sich zeigen, wie gut wir wirklich vorbereitet waren.

5. Folom des Jahres 15 - 13. Kilir des Jahres 16 - Home sweet home
Unsere Vorbereitungen erwiesen sich ganz klar als ausgezeichnet. Nie mussten wir während des ganzen Winters auf irgend etwas wichtiges verzichten. Ab dem 8. Folom fiel schwerer Schnee, der die ganze Umgebung in eine wunderschöne, kalte Zauberlandschaft verwandelte, an der wir uns alle kaum satt sehen konnten. Am 13. Folom feierten wir Kojos Geburtstag und legten zur Feier des Tages eine prächtige Wildkeule auf das Feuer. Während des ganzen Winters brachten wir uns ausserdem gegenseitig Dinge bei. Kojo erklärte uns die Kunst des Schreiben und Lesen genauer, Dildy erklärte einige Tricks, die es ermöglichen, eine Kopie von so unwichtigen Dingen wie zum Beispiel Ausweisen und Gemälden zu machen. Flambos führte uns alle nach draussen, wo er uns seine Fischertricks beibrachte und ich versuchte meine Freunde in das Geheimnis der Gondorianischen Sprache einzuweihen. Alles in allem war es ein sehr lehrreicher Winter, der mich sehr an die vielen Tage im Wald erinnerte, die ich in meiner Jugend verlebt hatte. Mit meinem Geburtstag am 13. Kilir des Jahres 16, war auch der Frühling gekommen, es wurde Zeit sich von unserer Höhle zu verabschieden, wer weiss, vielleicht für immer...

Treffen vom 21.03., 27.03., 02.04. & 13.05.1999

13. Kilir 16 - Gondor, Versuch Nr. 2
Wir verschlossen also unsere Höhle und markierten den Ort, damit wir ihn wiederfinden würden. Dann machten wir uns ein zweites Mal auf den Weg zum Wald.

14. Kilir - Den Mutigen gehört die Welt
Ganz nach diesem Wahlspruch rasteten wir heute in der Nähe des Platzes, der uns im vergangenen Jahr die Schlacht mit den Ogern eingebracht hatte. So aufmerksam waren wir wohl schon lange nicht mehr bei einer Nachtwache.

15. Kilir - Der finstere Wald
Wir betraten heute den Wald und versuchten, immer an der Bergflanke zu unserer Linken zu bleiben. Die Berge würden sich kaum bewegen und waren deshalb wohl die beste Orientierungsmöglichkeit. Der Wald machte mich beinahe verrückt. Es war nichts zu spüren, von der gewaltigen inneren Ruhe, die mich sonst in Wäldern überkam. Nein, dieser Wald war düster, tierlos und bestand aus unheimlichen, knorrigen Baumgiganten. Ich spürte es genau, dieser Wald war böse. Wir kämpften uns mühsam voran, das Unterholz schien sich uns beinahe in den Weg zu stellen und die Insekten plagten uns zu Tausenden und machten eine zentimeterdicke Schlammschicht nötig, um sie fernzuhalten. Ausserdem mussten wir immer auf den Weg schauen, hatte ich doch eine Farnart gefunden, die nur schon bei Berührung hochgiftig wirken würde. Alles in allem war der Tag sehr anstrengend.

16. Kilir - Die kalte Schulter
Der Angriff kam überraschend. Plötzlich schrie Dildy auf, er war von etwas kaltem an der Schulter getroffen worden. Noch bevor wir uns um ihn kümmern konnten, wurde auch ich getroffen. Irgend etwas verschwand rasch in der Dunkelheit um unser Lager. Der Wald hatte seine ersten Häscher ausgeschickt und sie waren noch nicht fertig mit ihren Angriffen. Plötzlich entdeckte Kojo eine schattenhafte Gestalt, die gerade nach mir greifen wollte. Schnell löschten wir das Feuer und für kurze Zeit konnten wir vier schemenhafte Umrisse entdecken, die aber sofort wieder in der Dunkelheit verschwanden. Wir zogen es deshalb vor, weiterzuziehen. Während des Tages musste ich Dildys Pferd behandeln, welches mit einer eitrigen Entzündung zurückzufallen begann. Die Schatten nutzen auch diese Gelegenheit sofort aus und befielen diesmal Kojo. Wir waren wieder machtlos. Denn ganzen restlichen Tag konnten wir aber ohne weitere Angriffe weiterziehen, woraus wir schlossen, dass wir die Verfolger abgehängt hatten. Als Dildy am abendlichen Rastplatz aber einen Angriff auf mich mit seiner Schleuder vereitelte, war klar, dass es doch nicht so einfach werden würde. In dem Moment, in dem Dildy das Schattenwesen getroffen hatte, leuchtete kurz die Gestalt eines zwei Meter grossen, gehörnten Humanoiden auf. Teufel?!

17. - 23. Kilir - Ein paar SEHR lange Tage ( und Nächte ! )
Nachdem wir am 17. Kilir eines der Wesen im Schatten der vom Feuer geworfen wurde verschwinden gesehen hatten, kamen wir zu der Annahme, das Licht die Wesen wohl anlockte. Wir hörten also damit auf, Feuer zu machen. Trotzdem wurden wir in den nächsten Tagen immer häufiger angegriffen. Mit jedem Angriff, der uns traf, hatten wir aber mehr Mühe. Irgendwie schienen uns die Attacken Kraft zu entziehen. Dildy ging es plötzlich so schlecht, dass er kaum mehr sein Gepäck zu tragen vermochte. Wir versuchten uns mit letzter Kraft weiter in die Berge hinauf zu begeben. Dort sahen wir nach langer Zeit endlich wiedereinmal direktes Sonnenlicht. Mit erschrecken mussten wir feststellen, dass die bei den Attacken getroffenen Stellen transparent zu sein schienen. Wir hatten die ganze Zeit die falsche Taktik angewandt! Es war nicht Licht, dass die Wesen bevorteilte sondern Dunkelheit. Von jetzt an wurden unsere Nachtlager zu wahren Freudenfeuern. Wir machten soviel Licht wie möglich und tatsächlich gelang es uns jetzt immer wieder, die Schattenwesen zu entdecken, bevor sie uns angreifen konnten. Nur noch ganz selten gelang es ihnen, einen von uns mit ihren Attacken zu treffen und dafür um so häufiger trafen wir mit unseren magischen Waffen (sofern wir solche hatten), ihnen Schaden zuzufügen. Es schien als hätten wir mindestens drei der Wesen getötet. Aber wer weiss ob sie wirklich zu töten waren?! Aber trotz dieser Entwicklung verbesserte sich unser Zustand kaum.

24. Kilir - Der Drache
Heute habe ich plötzlich Russ gerochen. Schon bald haben wir auch eine etwa zehn auf fünfzig Meter grosse Lichtung entdeckt, die eindeutig niedergebrannt worden war. Wir benutzten sie dafür, wieder einmal richtig Sonne zu tanken... jedenfalls taten wir das, bis ich die Spuren eines sehr grossen Fusses entdeckte. Zwar hatte noch keiner von uns einen gesehen, aber es handelte sich DEFINITIV um die Spuren eines Drachens und sie war kaum älter denn einen Tag! Da wir uns unbedingt umsehen mussten, begab sich Kojo mit seiner Kraft, die ihn schweben lässt entlang eines Baumes in die Höhe. Ernüchtert musste er feststellen, dass er im Norden und im Süden nur Bäume sah. Wir waren also noch sehr weit entfernt von Gondor. Was Kojo aber links von uns über den Bergen sah, machte uns noch viel mehr sorgen. Ein grosses, schlangenähnliches Wesen schwebte dort durch die Luft... der Drache. Na ja, wir haben dann trotzdem noch ein wenig Sonne getankt, schliesslich erhielten wir so eine Möglichkeit wahrscheinlich nicht so schnell wieder. Vorsichtig waren wir aber schon, na ja, ist ja immerhin ein Drache.

25. Kilir - Noch mal der Drache, diesmal aber ein bisschen näher...
Heute wechselte sich freudige Überraschung mit unerfreulicher Überraschung ab. Die freudige Überraschung war, dass Kojo auf der Wache eingeschlafen war und wir trotzdem NICHT angegriffen worden waren. Die unerfreuliche Überraschung, war das riesige Flügelschlagen, dass bei unserer Mittagspause plötzlich zu hören war. Der Drache flog brüllend und kreischen über uns hinweg und das könnt ihr mir glauben, er war WIRKLICH gross. Zum Glück haben wir es rechtzeitig geschafft, uns zu verstecken. Wir waren kaum in der Verfassung, es mit einem Drachen aufzunehmen.

26. Kilir - 1. Hohr - Ruhe kehrt ein
Endlich schienen wir die Schattenwesen hinter uns gelassen zu haben, es fanden keine Angriffe mehr statt und das obwohl zwischendurch mal wieder einer der Wachleute ein paar Extrastunden Schlaf bezog. Wirklich, die Ruhe war himmlisch.

2. Hohr - Ein Freund, wo man ihn nicht vermuten würde
Die heutige Wache hielt wiedermal eine Überraschung bereit. Kojo fühlte sich plötzlich genötigt, einer riesigen Hand auszuweichen, die ihn von hinten Packen wollte. Der Baum hinter ihm war lebendig geworden. Natürlich waren wir alle sehr überrascht, in diesem unnatürlichen Wald einen Baumhirten zu finden, als wir aber schliesslich unser Feuer gelöscht hatten, welches ihn eierst aufgescheucht hatte, konnten wir sogar auf Elfisch mit ihm sprechen. Sein Name war Traugott und er gestattete uns, sich einige Zeit bei ihm auszuruhen.

3. - 14. Hohr - Traugott
Wir verbrachten eine lange Zeit bei Traugott, welcher uns darüber aufklärte, dass die Schattenwesen Seelen von Toten seien, die mit ihren Attacken versuchten, uns ebenfalls zu ihresgleichen zu machen. Langsam aber sicher gewannen wir immer mehr Kraft zurück und Traugott erzählte uns viele Dinge. Er sagt er habe mächtige Freunde irgendwo im Süd des Waldes, welche uns vielleicht helfen würden, wenn wir ihnen sagten, dass wir von ihm geschickt wurden. Ausserdem erzählte er uns, dass im Südwesten des Waldes einmal ein Portal in eine andere Welt entstanden war, aus der ein kleiner, gehörnter Humanoide gekommen war, der lange den Süden terrorisierte, von dem er aber lange nichts gehört hatte. Wir wussten zwar nicht, von welchen Zeitabständen Traugott sprach, denn er schien ja ewig zu leben, aber wir waren trotzdem froh, dass wir durch den Südosten und nicht den Südwesten des Waldes ziehen würden. Ausserdem zeigte uns Traugott noch, welche Wurzeln des Waldes essbar waren und welche nicht. Es war eine schöne, erholsame Zeit.

15. Hohr - Doch kein Freund?
Wir zogen weiter. Als Traugott aber hinter uns zurückblieb, schien es mir plötzlich, als ob die gute Aura um ihn herum abfallen und durch eine böse ersetzt würde. Vielleicht war Traugott doch nicht unser Freund... ich würde aufpassen müssen. Ich beschloss meinen Freunden vorerst nichts zu sagen, schliesslich ging es ihnen seit langem wiedermal richtig gut.

16. & 17. Hohr - Keine Angriffe und eine Nacht und Nebel-Aktion
Wir wurden nicht mehr angegriffen, dass war wirklich positiv. Eher schlecht fand ich aber die Tatsache, dass vor allem Dildy und Kojo bei jeder Mahlzeit wieder Wurzeln von Traugott verwenden wollten, wahrscheinlich um unsere Nahrungsvorräte zu schonen. Das durfte nicht sein, die Wurzeln könnten ja vergiftet sein. Da unser Wachplan mir die Möglichkeit gibt, die letzten Stunden vor dem Aufstehen alleine zu wachen, führte ich einen schnell gefassten Plan aus: Ich stahl die Wurzeln aus Kojos Satteltasche und vergrub sie. Ich traute Traugott trotz seines Namens nicht mehr.

18. Hohr - Umkehren?
Nachdem Kojo heute den Verlust der Wurzeln entdeckt hatte, schien Dildy von der Angst gepackt worden zu sein. Er wollte umkehren und nach Hause zurückreiten. Nach einer längeren Diskussion entschlossen wir uns aber, jetzt nicht aufzugeben. Schliesslich hatten wir schon lange keine Angriffe mehr erlebt.

19. Hohr - Man sollte es einfach nicht verschreien
Die heutige Wache von Kojo wurde äusserst aufregend, als sich plötzlich eine lebendige weisse, schleimige Masse auf Kojo fallen liess und ihn säureähnlich verbrannte. Durch sein Geschrei geweckt schafften wir es, das Wesen von Kojos Kopf zu lösen und zu erledigen. Feuer zeigte sich dabei als guter Verbündeter. Leider mussten wir aber auch feststellen, dass Dildys Schleuder wohl Energie zu verlieren begann, flackerte doch jeder Schuss auf. Mein Halbbruder drängt mit immer grösserer Kraft auf eine sofortig Umkehr, seine Moral schien bis in die Grundfesten erschüttert und all unsere Bemühungen ihn aufzumuntern zeigten keine Wirkung. Er wollte sogar Flambos zu einer Umkehr bewegen und im ersten Moment schien ihm dies sogar gelingen zu wollen. Als ich dann aber gestand, dass ich die Wurzeln vergraben hätte, da ich dem Baumhirten nicht mehr traute, war Flambos schnell wieder überzeugt. Ich schien mit Traugott im Unrecht gewesen zu sein, denn noch immer hatten die Wurzeln keine schlechte Wirkung gezeigt und ich schämte mich beinahe für mein Misstrauen.

20. Hohr - Käfer, Höhlen und Badewannen
Heute erreichten wir - unter dem Drängen nach einer Umkehr von Dildy - wieder das Vorgebirge. Wir hatten es uns zur Angewohnheit gemacht, unsere Nachtlager immer im Vorgebirge aufzuschlagen, weil der Wald dort einiges lichter war als in der Ebene. Auf Kräutersuche gehend entdeckte Kojo plötzlich den Eingang zu einer Höhle, die ich als Riesenkäfer - Höhle identifizieren konnte. Aus meiner Jugend wusste ich, dass Riesenkäfer sehr schmackhaft waren und wir beschlossen, unseren Lebensmittelvorräten wiedermal eine Pause zu gönnen. Mit einem geschickten Lockmanöver und einem gezielten Stein auf den Kopf erledigten wir den Käfer schnell und genossen unser Mahl. Bei einer anschliessenden Erkundung der Höhle , entdeckten wir, dass sie noch einiges tiefer in den Berg hineinführte. Obwohl er lieber umgekehrt und nach Hause geritten wäre, erklärte Dildy sich bereit, die Höhle mit mir zu erforschen. Was für eine Überraschung als die Höhle uns schliesslich in einen KÜNSTLICHEN Raum im Innern des Berges führte. Wir fanden einen Raum, der zur linken, eine Art gemauerte, in den Felsen eingelassene Badewanne mit Malereien an der Aussenwand und blau leuchtenden Kristallen darüber und zur rechten die sterblichen Überreste einiger Elfen beherbergte. Wir untersuchten den Raum sorgfältig, fanden aber ausser dem trinkbaren Wasser in der Badewanne nichts was für uns wichtig gewesen wäre und so beschlossen wir, erst unsere Nachtruhe zu geniessen, bevor wir die Höhle weiter untersuchten.

21. Hohr - Geheim und doch gefunden...
Heute begannen wir mit einer erneuten Untersuchung des Raumes im Berg. Ich begrub sorgfältig die Überreste der Elfen, während meine Freunde nach eventuellen Geheimtüren und Durchgängen suchten. Dildy brach sich - obwohl er eigentlich lieber nach Hause wollte - einen der blauleuchtenden Kristalle ab, die über der Badewanne im Fels waren und die er sehr wertvoll einschätzte. Danach machte er sich daran, die Steine zu entfernen, die lose auf dem Grund der Badewanne lagen. Als Kojo danach einen Blick hineinwarf, glaubte er zu sehen, dass vier der gemauerten Steine auf dem Grund der Wanne dunklere Fugen hätten als die anderen. Trotz grosser Bemühungen schafften wir es aber nicht, sie zu entfernen. Um besser arbeiten zu können, machten wir ein Loch in die Aussenwand der Wanne, damit das Wasser abfliessen konnte. Irgendwie schaffte Kojo es jetzt, die bisher stahlharten Steine so zu verändern, dass sie wie steifer Ton wurden. Als wir sie anschliessen herausnahmen, wurden wir von einer Wasserföntäne getroffen, die plötzlich von unter den Steinen hervorstiess. Vorsorglich verliessen wir den Raum, der sich in der Folge bis auf eine Höhe von etwa einem Meter füllte. Als der Einfluss ausgeglichen zu sein schien, untersuchten wir das entstandene Loch genauer. Darunter befand sich ein etwa vier Meter tiefer, mit Wasser gefüllter Raum, der zu unserer Überraschung an einer Seite keine Decke zu haben schien! Wir hatten also tatsächlich einen Zugang zu irgend etwas gefunden, aber zu was?! Es war offensichtlich, dass der versteckte Zugang nur einige Meter von dem uns bekannten Zugang zum "Elfenraum" entfernt war. Kojo benutzte deshalb seine geisterhafte, ektoplasmische Gestalt und fand sich nach einiger Zeit tatsächlich in einer riesigen Halle mit Säulen wieder! Als er in dem etwa dreissig Zentimeter tiefen Wasser eine Art Platschen hörte, kehrte er aber schnell wieder zurück. Er hatte aber gesehen, dass es eine Stelle in der Halle gab, die nur etwa einen Meter Fels von dem uns bekannten Gang entfernt war. Dort schlugen wir schliesslich zu. Oder besser gesagt Kojo schlug zu. Eine gewaltige Explosion, die er mit seinem Geist hervor gerufen hatte, öffnete uns einen Weg in die Halle und brachte sogar Dildys "Ich will jetzt umkehren"-Drängeleien für einen - wenn auch kurzen - Moment zum Schweigen.

Wir machten uns also daran, die gefundene Höhle zu erforschen. Erschreckenderweise fanden wir einen Gang, in dem zwei anscheinend tote Wesen an den Wänden lehnten. Die Wesen sahen fischartig aus, hatten Schwimmhäute zwischen ihren drei Fingern, gelbe, schuppige Haut, riesige Augen und Speere und Dreizacke als Waffen. Im Laufe der weiteren Entdeckung des Höhlensystems, legten wir grosse Distanzen zurück, manchmal mehr als eine Stunde begaben wir uns durch kunstvoll gemeisselte Gänge und wir fanden einige Hallen in denen wir aber immer etwa das gleiche fanden: tote Fischmenschen. Als wir in einem der weiterentfernten Räume schliesslich auch eindeutig menschliche Waffen fanden, wussten wir, dass hier ein Kampf stattgefunden hatte, den die Fischmenschen offensichtlich nicht gewonnen hatten. In einigen der häufig zu findenden Wasserbecken fanden wir Werkzeuge und Waffen und in einem noch gefüllten Wasserbecken fanden wir schliesslich unser Findelkind: ein kleines Fischkind, keine Ahnung ob männlich oder weiblich, versuchte ohne Erfolg aus dem Wasserbecken zu steigen, dass offensichtlich als Brutort genutzt worden war. Irgendwie hatte das Kleine überlebt. Nachdem wir unsere Lichter gedämpft hatten, um seine Auge zu schonen, konnten wir es schliesslich bergen. Es hatte wahnsinnigen Hunger und als dieser gestillt war, schlief es friedlich ein. Wir beschlossen, es mitzunehmen, da es alleine wohl kaum überleben würde. Da der Tag schon recht fortgeschritten war, begaben wir uns mit unserem neuen Begleiter wieder nach draussen und legten uns zur Nachtruhe.

22. Hohr - Dildy wird konkret
Heute versuchten wir einen bisher nicht erforschten, langen Gang näher unter die Lupe zu nehmen, doch plötzlich kehrte Dildy um und sagte er sehe unseren Untergang voraus und müsse jetzt sofort umkehren. Wohl oder übel mussten wir ihm folgen und beschlossen, am nächsten Tag noch mal in die Höhle zurückzukehren.

23. Hohr - Nicht die feine Art...
Wie sich zeigen sollte, hatten wir nicht mehr die Gelegenheit, die Höhle noch mal aufzusuchen: Dildy verschwand in der Nacht spurlos. Nein, um genau zu sein verschwand er nicht spurlos und genau das konnte ich zu unserem Vorteil ausnützten. Mein Halbbruder war noch nie ein Täubchen und deshalb hinterliess er Spuren wie eine Horde Elefanten in der Grasebene und ich konnte ihn ohne grosse Probleme verfolgen. Interessanterweise ritt er nach Süden, was wohl wiedermal bewies, dass er nicht gerade den bestentwickelten Orientierungssinn besass. Es ging nicht allzulange und wir hatten ihn eingeholt. Leider überlegte Kojo nicht schnell genug und eröffnete Dildy, dass er in die falsche Richtung geritten sei. Damit war die Möglichkeit einer Täuschung leider verloren. Flambos war es übrigens, der uns plötzlich darauf aufmerksam machte, dass Dildy eigentlich erst seit unserem Zusammentreffen mit Traugott so seltsam geworden war. Es fiel uns wie Schuppen von den Augen. Ich hatte mich doch nicht geirrt: Traugott war also doch böse gewesen. Auch dieses Argument schien Dildy nicht zu überzeugen und er versuchte erneut, abzuhauen. Wir sahen uns gezwungen in gewaltsam daran zu hindern. Das darauf folgende Handgemenge, in dem Dildy tatsächlich versuchte, mich und die anderen mit seinem Schlafgift-Ring zu betäuben zeigt klar, dass er verzaubert sein musste. Das war nicht der Dildy, den wir kannten. In seinem Gepäck fanden wir dann tatsächlich auch eine Wurzel, die uns Traugott empfohlen hatte. Dildy schien heimlich davon gegessen zu haben. Wir sahen uns also gezwungen, Dildy in einen Halbling-Rollmops zu verwandeln und ihn so weiter nach Süden mitzunehmen. Es schien uns das die einzige Möglichkeit ihn zu retten entweder die Entfernung zu Traugott oder die Abstinenz von Traugotts Wurzeln war. Mit ihm zu reden brachte nämlich überhaupt nichts. Wir zogen also weiter nach Süden...

25. Hohr - Sehr böse Überraschung, verzauberter Dildy und ein altes Waldläuferritual
Nachdem wir einen Tag ohne Zwischenfälle vorangekommen waren, erlebten wir heute eine böse Überraschung. Ich ritt gerade zuvorderst, als das Pferd, auf dem ich sass, plötzlich den Boden unter den Füssen verlor. Ein riesiges Netz zog mich und das Pferd blitzschnell etwa drei Meter in die Höhe. Wir waren in eine Falle getappt und diese Falle hatte noch mehr zu bieten. Drei Dornen, auf denen eine rote Flüssigkeit klebte, bohrten sich in mein Fleisch. Gift! Ich konnte mich nicht befreien, da das Pferd auf meinem linken Bein zu liegen gekommen war und so ein Pferd ist wirklich verdammt schwer. Meine Freunde versuchten natürlich auch, mich zu befreien, eine Warnung des gefesselten Dildy machte sie aber darauf aufmerksam, dass sich im Gebüsch irgendein Wesen befand. Sie hatten mich noch nicht richtig befreien können, bevor sie sich in den Kampf stürzten. Trotzdem hatten sie es soweit fertiggebracht das Netz zu bewegen, dass ich mein Bein befreien konnte. Mit meinem Handbeil gelange es mir, mich schliesslich zu befreien und mich auf den Boden zu lassen. Das Pferd hing jedoch immer noch wild wiehernd im Netz gefangen. Doch den Boden zu erreichen brachte mir nicht wirklich etwas, kaum war ich nämlich am Boden, musste ich merken, dass das Gift seine Wirkung tat, obwohl ich die Stellen so gut als möglich ausgesaugt hatte. Meine Knie gaben nach und es wurde mir schwarz vor Augen...

... als ich wieder zu mir kam, sah ich Dildy in die Augen, der sich über mich beugte. Es war also kein tödliches sondern nur ein Betäubungsgift. Ich sagte Dildy, dass ich mich wohl fühlte und dass er sich lieber um die anderen Kümmern sollte, die ich weiter entfernt in einem Gebüsch liegen sah. Dies tat er auch. Mit Mühe kämpfte ich mich zu einem Baumstamm und lehnte mich daran. Was ich dann sah, liess eine solche Wut in mir aufsteigen, dass das Gift in meinen Adern kaum etwas dagegenzustellen hatte: vor mir, über den Überresten meines Pferdes, das sie wahrscheinlich gefressen hatten, lagen die toten Körper von zwei WALDSCHRATEN! Meine Erzfeinde waren also daran Schuld, dass meine Freunde so übel zugerichtet waren und das wir noch ein Pferd weniger hatten. Nur dank Dildy und seiner Schleuder lebten wir noch. Flambos hatte ihn mit letzter Kraft befreit, bevor auch er ihn Ohnmacht gefallen war. Mit nur einem Ziel kroch ich auf die Biester zu. Mit meinem Handbeil sorgte ich dafür, dass nur Teile in der Grösse einer Hand zurückgeblieben waren. Unterdessen schien sich Dildy um Flambos und Kojo - der beinahe gestorben wäre, so hart hatten die Schraten ihm zugesetzt - gekümmert zu haben. Kojo war zwar noch bewusstlos, aber Flambos hielt sich trotzdem er blutüberströmt war schon wieder recht wacker auf den Beinen. Wieder kam Dildy auf mich zu und was er mir sagte, erinnerte mich wieder an seine Verzauberung. Er wollte doch tatsächlich immer noch umkehren. Tatsächlich, er glaubte, genug für uns getan zu haben um jetzt wieder in Richtung Heimat reiten zu können. Flambos entschied sich ihn zu begleiten, so wegen Orientierungssinn und so. Wir hatten jetzt nur noch zwei Pferde und da ich keines brauchte, sagte ich Flambos er solle es mitnehmen. Zum Glück war Kojo noch bewusstlos, so konnte ich den beiden sagen, sie sollen den Psi-Meister ebenfalls mitnehmen. Ich konnte ihn wirklich nicht gebrauchen, bei dem das ich jetzt tun wollte. Ich liess sie also unter dem Vorwand, dass ich erst noch ein wenig ausruhen wolle wegreiten. Mit Flambos hatte ich abgemacht, dass ich sie sobald als möglich in der Käfer-Höhle wiedertreffen würde. Oh, das war klar, in der Höhle wiedertreffen würde ich sie, aber sobald als möglich?! Wir würden sehen...

Als ich mich wieder einigermassen erholt hatte, machte ich mich an meine Vorbereitungen. Ich schnitt alles noch essbare aus den Überresten des Pferdes, schärfte meine Waffen und begann mit der geistigen Vorbereitung. Mit gebeten an Mielikki und Silvanus und einer tiefen Meditation bereitete ich mich auf eines meiner heiligsten Rituale vor: das Sieben Tage Ritual der Rache.

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