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Die Entstehung der Welt Tamoon ist ein Mysterium welches bis heute nicht vollständig ergründet werden konnte. Die Berichte über die Entstehung beruhen auf alten Legenden und Sagen verschiedener Völker und Kulturen des bekannten Tamoons. Sie gliedert sich in verschiedene Zeitalter.
Die Zeit vor der Zeit
Das Zeitalter der Urgötter
Das Zeitalter der Götter
Das Chaos
Die Götterkriege
Cu I'Ve - Das Erwachen

Erklärung zur Zeitrechnung:
Die heutigen Rassen auf Tamoon rechnen die Zeit seit dem Ende des Götterkrieges. Das Ende des Götterkrieges liegt von heute an gesehen 3102 Jahre in der Vergangenheit. Zeitangaben werden daher wie folgt angegeben: (n. GK = nach den Götterkriegen)
| - Heute = 3102 n. GK |
| - Vor 3102 Jahren = 0 GK |
| - Vor 4000 Jahren = 898 v. GK |
 
Niedergeschrieben von einem Priester Niala’s im Jahre 1289 n.GK)
(Ergänzt von Bruder Gilvan einem Berater des Königs im Jahre 3102 n.GK
Die hier niedergeschriebenen Texte beziehen sich nur auf die Geschichte des nördlichen Kontinents Ethara und die heute hier lebenden Rassen. Überlieferungen über andere Rassen und andere Kontinente Tamoons gingen während den Götterkriegen verloren. Es ist nicht einmal sicher ob es noch andere Rassen oder andere Gebiete ausserhalb des nördlichen Kontinents und dem Kaiserreich Deorn gibt.
| ~80 Mio. v.GK: |
An jenem bedeutsamen Augenblick, an dem das Urwesen dieses Universum damals betrat, fing das gigantische Rad der Zeit an sich zu drehen. Das Universum war leer, unendlich gross und schwarz wie die Nacht. Es gab weder Licht noch Sterne, ja nicht einmal Staub. Woher das Urwesen kam, wird wahrscheinlich für alle Ewigkeit eines der grössten Mysterien des Universums bleiben. Das Urwesen durchstreifte viele Millionen Jahre lang Einsam und Allein den kalten und leeren Raum. Das Wesen erkannte jedoch eines Tages, dass es aus dem nichts Materie erschaffen konnte. So erschuf es Staub, und formte daraus kleine Irrsterne. Mit der Zeit erschuf es immer grössere Planeten und Sterne. Es formte hunderte, tausende, Millionen dieser Sterne. Als es fand, dass es genug Galaxien und Sternensysteme im Universum gab, brachte es ein paar der grösseren Sterne zum Brennen. Das lodernde Feuer dieser Sonnen erhellte das Universum, und das Urwesen konnte zum ersten Mal sehen was es da erschaffen hatte. Einige Zeit gefiel dieser Anblick dem Wesen sehr. Mit der Zeit wurde es jedoch langweilig ständig dasselbe Anzusehen. Aus diesem Grund versetzte das Wesen viele der Himmelskörper in Bewegung oder brachte sie dazu sich um die eigene Achse zu drehen und auf wirren Bahnen durch das All zu ziehen. Wieder gefiel dem Wesen sein Werk für lange Zeit. Doch auch dieser Anblick langweilte das Wesen eines Tages. Es kam auf die Idee, den farblosen Himmelskörpern etwas Farbe zu verleihen. Dazu erschuf es auf vielen Planeten blaues Wasser, grüne Pflanzen und braune Erde. Es verbrachte eine sehr lange Zeit damit, den meisten Himmelskörpern eine bestimmte Oberfläche zu formen. Als es eines Tages wieder an die Stelle zurückkehrte, an der es angefangen hatte, stellte es fest, dass sich viel mehr Pflanzen, Bäume und Gräser entwickelt hatten, als es Ursprünglich geschaffen hatte. Auch die riesigen Ozeane schienen eine Art Leben zu beheimaten, wenn auch verschwindend kleines Leben. Diese Tatsache verwunderte das Urwesen sehr, und so beobachtete es das Geschehen auf den vielen Millionen Sternen, Planeten und Monden eine ganze Weile lang. Es entwickelten sich ständig neue Pflanzen an Land, und aus den Tiefen der Ozeane stiegen kleinere Lebewesen empor, welche sich zu immer grösseren und komplexeren Tieren weiterentwickelten. Dabei fiel dem Wesen ein bestimmter Planet besonders auf. Dieser Planet war Tamoon....
Auf Tamoon entwickelten sich sehr viele verschiedene Lebewesen und Pflanzen. Schon nach einigen Millionen Jahren gab es eine grosse Vielfalt verschiedenster Pflanzen und Tiere. Das Gleichgewicht zwischen den Tieren und Pflanzen Tamoon’s pendelte sich mit der Zeit von selbst ein. Damit dies so blieb erschuf das Urwesen 5 Grund-Elemente. Dies waren das Feuer, das Wasser, die Luft, die Erde und das Chaos. Jedoch konnten diese Element-Wesen nicht lange auf Tamoon überleben, und so musste das Wesen andere Ebenen ausserhalb der Materiellen Ebene Tamoon’s schaffen. Es erschuf für jedes der 5 Elemente eine eigene Ebene, welche nur durch bestimmte Ebenen-Tore miteinander verbunden waren. Diese Tore konnte nur das Urwesen selbst öffnen oder schliessen. Damit die Macht der Elemente weiterhin auf der Materiellen Ebene wirken konnte, übertrug das Wesen die Kräfte der Elemente einer Gattung Wesen, welche später von den Menschen „Elementare“ genannt werden. Es erschuf die Feuerelementare, die Erdelementar, die Wasserelementare, die Windelementare und die Chaoselementare. Viele tausend Jahre lang herrschten diese Wesen über Tamoon. Sie waren die einzigen Wesen, welche über einen eigenen Willen und eine hohe Intelligenz verfügten. Zu dieser Zeit entfaltete sich eine andere Gattung Intelligenten Lebens. Diese Rasse entwickelte sich aus seltsamen Affenartigen Waldbewohnern. Diese Waldbewohner welche zuerst auf allen Vieren liefen, erlernten den Gang auf 2 Beinen, das Sprechen und Benutzen von Werkzeugen. Dies war die Geburtsstunde der Uralten Rasse der Elfen. An einem anderen Ort Tamoon’s wanderten wenige Jahrtausende später die gewaltigen Urväter der Riesenartigen durch die Ebenen Tamoon’s und wenige Jahrtausende danach erhoben sich erstmals die gewaltigen Schwingen eines Urdrachen in die Lüfte. Diese Wesen sollten die Lüfte Tamoon’s für die nächsten Millionen Jahre beherrschen. |
| ~12 Mio. v.GK: |
Ungefähr zu dieser Zeit betrat die letzte der 5 Uralten Rassen die Erde Tamoons. Woher sie kam, oder aus was sie sich entwickelte ist bis heute nicht ganz klar. Die Rhao, wie sie später in den Geschichtsbüchern genannt werden, sind eine Humanoide Rasse, welche genau wie die Elfen auf zwei Beinen gehen. Die Rhao waren sehr Intelligent und verfügten schon zu Beginn über relativ grosse Kräfte. Noch immer überwachte das Urwesen das Geschehen im Universum und auf Tamoon mit grossem Interesse. Es stellte jedoch mit der Zeit fest, dass sich die Wesen auf Tamoon unter der Herrschaft der 5 Ur-Rassen sehr gut weiter entwickelten. Es entschloss dass es nicht weiter nötig war in diesem Universum zu verweilen. Damit das Rad der Zeit sich weiterhin dreht und der Stoff des Universums weiter gesponnen wird, erschuf das Urwesen drei Wesen. Diese drei "Kinder", welche von der gleichen Art wie das Urwesen waren, können sicherlich als die Urgötter bezeichnet werden. Das Urwesen befahl seinen Kindern über das Universum und Tamoon zu wachen und dafür zu sorgen dass die Zeit nie stillstehe. Einige Jahrtausende später verliess es diese Welt um bis heute niemals wieder zurückzukehren. |


| ~10 Mio. v.GK: |
Die drei Urgötter, welche das Wesen erschuf blieben im Universum zurück und machten sich daran, die ihnen gestellte Aufgabe zu erfüllen.
Karyptis (der Kräftige) der stärkste der drei machte sich daran das unvorstellbar grosse Rad der Zeit zu drehen. Dieses Rad dreht er bis heute in einem nie ändernden Rhythmus.
Ithineg (der Blinde) setzte sich an den gigantischen Webstuhl, und fing an das ungewobene Garn des Universums zu feinem Stoff zu verarbeiten. Diese Arbeit verrichtet er bis heute und hielt dabei keine einzige Sekunde inne.
Nisaru (die Stumme) Nisaru zerreist grosse Stücke des Stoffes, welcher von Ithineg gewoben wurde, wieder zu feinen Fäden und wickelt sie wieder auf Spulen. Diese Spulen gibt sie wieder Ithineg welcher daraus wieder neuen Stoff webt. Solange Karyptis dass Rad weiter dreht wird dieser seltsame Kreislauf wohl niemals enden.
Während diesen längst vergessenen Tagen lebten die 5 Uralten Rassen in verschiedenen Winkeln Tamoons wie sie es schon seit Äonen getan haben. Die Elementare sorgten für ein Gleichgewicht der Elemente und versuchten das Übergreifen der Riesenartigen auf andere Kreaturen zu verhindern.
Die Elfen entwickelten sich von den primitiven Waldbewohnern zu geschickten und Intelligenten Bewohnern der Wälder und Grasebenen.
Drachen, mittlerweile in vielen verschiedenen Arten vertreten, beherrschten die Lüfte und Herrschten über weite Teile Tamoons. Nur wenige Lebewesen konnten es mit ihrer Stärke und ihrer Weisheit ausnehmen.
Die Riesenartigen entwickelten sich zu gewaltigen Kreaturen welche damals von Zeit zu Zeit mit den Elementaren aneinander gerieten. Viele Bewohner Tamoons fürchteten die aggressiven Riesen welche niedere Lebewesen unterdrückten und versklavten.
Die Rhao, eine Rasse von hoher Intelligenz und grosser Weisheit, lebten in einer grossen Gemeinschaft abgeschieden von den anderen grossen Rassen Tamoons. Sie entwickelten gewaltige geistige Kräfte, welche sie dazu einsetzten den Frieden ihres Reiches zu bewahren und es vor anderen Kreaturen zu schützen.
In anderen Winkeln Tamoons erhoben sich in diesen Tagen aber auch andere Wesen aus dem Schatten der grossen Rassen. Im Dunkel der gewaltigen Berge Tamoons hatte sich im Laufe der Jahrtausende eine Rasse entwickelt, welche später Zwerge genannt werden wird. Diese „ersten“ Zwerge waren eine sehr kleine aber tapfere und starke Rasse. Schnell dominierten sie die kalten Bergmassive gegenüber anderen Wesen. Doch auch ganz in der Nähe der Elfenreiche regte sich Leben. Aus den Schatten der Wälder krochen Kreaturen welche sehr geschickt mit den Händen, unheimlich Wissbegierig und Neugierig waren. Diese Eigenschaften führten wahrscheinlich dazu, dass sie in den ungeschützten Ebenen überleben konnten, und sich später eine grosse Rasse, Gnome genannt, aus ihnen entwickelte. Die Menschen, heute eine der größten Rassen, entwickelte sich erst relativ spät. Die frühen Menschen waren sehr vielseitig und anpassungsfähig. Jedoch waren sie weder besonders stark noch besonders intelligent. Sie mussten andere Wege finden gegen die anderen Rassen zu bestehen. Eine ihrer Tricks war die Spaltung in viele, weit verstreute, Gruppen und Völker.
Nun, es geschah vieles zu der Zeit der Urgötter, doch auch diese blieben nicht untätig. Sie erlebten das Glück der niederen Wesen Tamoons mit deren Nachkommen, und so kam bei Nisaru der Wunsch auf eigene Kinder zu haben. Schon bald darauf zeugten Karyptis und Nisaru die ersten Kinder. Diese Kinder schickten sie auf eine eigenst dafür geschaffene Ebene, weil sie der Meinung waren, dass die grosse Macht ihrer Kinder das Gleichgewicht auf Tamoon stören könnte |


| ~2 Mio. v.GK: |
Die dreizehn Kinder der Urgötter waren:
Anodis, ein grosser und starker Gott
Barrash, ein Wasseratmender Gott Charystra, eine unfassbar schöne Göttin
Elladan, ein weiser und gerechter Gott
Gobard, ein stattlicher Gott mit gewaltigen Händen
Merlora, eine melancholische Göttin
Mikyn, ein Machtbesessener und dunkler Gott
Niala, eine nebelhafte Göttin, welche das Mysterium liebt
Oruumsh, ein etwas naiver Gott mit dem Drang zum Abscheulichen Piggon, ein Quell der Weisheit und Intelligenz Rebah, eine Göttin mit zwei Gesichtern Sarrah, eine schöne Göttin mit Begeisterung für die Elemente Windraya, eine böse Göttin welche Intrigen und Unglück schürt
Die Kinder der Urgötter zeugten wiederum auch Kinder:
Camaris, wie die Drachen mit riesigen Schwingen ausgestattet
Giat, ein egoistischer und hinterlistiger Gott
Helia, eine zierliche Göttin mit viel Sinn für das Schöne
Imaian, ein Gott der die Gerechtigkeit liebt
Kalandro, ein sehr dunkler und böser Gott
Needel, ein Gott welcher Streitigkeiten zu schlichten versucht Vonmeyo, ein grosser Gott der sich an den Gestirnen erfreut
Die von der Urgöttern erschaffene Ebene, welche von den Menschen heute „Aradis – Die Götterstadt“ genannt wird, war Anfangs eine, zwar sehr schöne, jedoch leblose Ebene. Die Kinder der Urgötter erschufen dort im Laufe der Zeit viele verschiedene Lebewesen und Pflanzenarten. Die Nachkommen, welche heute als Götter verehrt werden, hatten grosse Teile der Macht ihrer Eltern geerbt und verhalfen damit Aradis zu ungeheurer Pracht und mannigfaltigem Leben. Jedoch waren ein paar der Götter untereinander nicht immer einer Meinung, und so kam es von Zeit zu Zeit zu Rangeleien und Konfrontationen zwischen den Göttern. Damit diese Streitigkeiten zwischen den Göttern nicht ausarten, mischten sich die drei Urgötter während dieser Zeit sehr häufig ein, und versuchten die ganze Angelegenheit zu schlichten. Jene Götter welche sich aus den Streitereien heraushielten beschäftigten sich mit dem Erbauen von Aradis oder erforschten die Grenzen ihrer immer noch frischen Macht. Dieses Erforschen blieb aber nicht immer auf der Götterebene Aradis. Einige Götter versuchten die Geschehnisse auf Tamoon zu beeinflussen und zu kontrollieren. Viele der Taten der Götter waren gut und halfen, den zum Teil rastlosen Wesen auf Tamoon beträchtlich. Das Treiben einiger Völker auf der Materiellen Ebene von Tamoon beeindruckte einige der Götter so sehr, dass sie sich ganz gezielt in die Geschehnisse jener Völker einmischten. Die Wesen dieser Völker betrachteten die „Wunder“ als eine höhere Macht und fingen an diese höheren Wesen, welche über die Macht verfügten, anzubeten und als ihre Götter zu verehren. Dieses Verehren gefiel den Göttern sehr, und so entbrannte schon beinahe ein Streit welcher Gott welches Volk auf Tamoon unter seine Obhut nehmen darf. Piggon nahm sich den weisen Wesen an, heute Gnome genannt, die damals aus den Wäldern kamen. Elladan fühlte sich den Elfen verbunden, während Gobard die Bodenständigen Zwerge interessanter fand. Barrash widmete sich einem Volk von Wasserwesen welche heute Senditu genannt werden und Needel streckte seine schützende Hand über einem Volk kleiner Wesen aus welche heute Halblinge genannt werden. Oruumsh fand gefallen an den Wilderen Kreaturen wie Orks, Trolle oder Gnolle. Camaris freundete sich mit einigen Arten der Drachen an und Sarrah widmete sich den Elementaren. Diese Art der Zusammenarbeit der niederen Wesen und ihrer Götter ging lange Zeit gut. Doch die Einmischungen der Götter in das Geschehen Tamoons hatten nicht nur gutes zu Folge. Einige davon jedoch wirken sich vielleicht noch heute auf die Materielle Ebene von Tamoon aus. Die Einmischung der Götter wurde von den Elementaren, welche gerade erst einen gewaltigen Krieg gegen die Riesen geschlagen hatten, bemerkt und als Angriff gedeutet. Die Rhao, welche zu dieser Zeit schon über unermessliche Kräfte verfügten, wurden ebenfalls aufgerüttelt durch die Macht der Götter. Sie versuchten nach der Macht zu greifen und nicht wenige von ihnen wurden davon vernichtet oder wendeten sich dem Licht ab. Die Urgötter bemerkten die negativen Auswirkungen ihrer Nachkommen auf Tamoon und verboten ihnen sich weiter einzumischen. Doch einige der Götter hielten sich nicht an dieses Verbot und die Urgötter mussten eingreifen.
In diesem ganzen Durcheinander in der Götterebene Aradis vernachlässigten die Urgötter die Aufsicht auf Tamoon, was sich als verheerend herausstellen sollte…. |

 
| ~0.5 Mio. v.GK: |
Den unachtsamen Urgöttern und ihren Nachkommen entging, dass auf Tamoon schon seit langem ein grausamer Kampf zwischen Kreaturen aus der Ebene des Chaos und den Chaoselementaren im Gange war. In der Chaosebene, welche das Urwesen damals geschaffen hatte, waren ein paar sehr bösartige Kreaturen herangewachsen und versuchten die Ebene zu verlassen, während die Elementare dies zu verhindern versuchten. Diese bösen Kreaturen, später wird man sie Dämonen nennen, vermehrten sich in der Chaosebene sehr schnell, und wurden zu den Herrschern der Ebene. Im Laufe der Jahrtausende fanden sie einen Weg an den stark geschwächten Chaoselementaren vorbei in die Materielle Ebene einzudringen, und versuchten die Ebene anzugreifen. Zu ihrem Bedauern war es ihnen jedoch nicht möglich auf der Materiellen Ebenen lange zu überleben. Deshalb versuchten sie auf anderem Wege die Materielle Ebene zu erobern. Sie nahmen mit den Rhao Kontakt auf, weil sie spürten, dass schon ein gewisses bösartiges Wesen in ihnen schlummerte. Dieser Pakt zwischen den Dämonen der Chaosebene und den Rhao führte dazu, dass die Rhao, welche damals schon lange nicht mehr nur friedliche Wesen waren, zu unbarmherzigen und grausamen Kreaturen wurden. Alsbald griffen die Rhao andere Rassen auf Tamoon an. Ihrer Macht konnte sich kaum jemand entgegensetzen. |
| ~20000. v.GK: |
Die gewaltigen Drachen waren ihre ersten Opfer. Ungefähr 20000 Jahre vor den Götterkriegen unterwarf sich die letzte Art der Drachen, die goldenen, den Rhao. Die Drachen waren den Urgewalten der Rhao’s nicht gewachsen, zumal sie zahlenmässig weit unterlegen waren. Fortan dienten die Drachen den Rhao als Reittiere. Die Rhao lenkten die Drachen nur mit Hilfe des Geistes, und wurde mit der Zeit wahre Meister der Lüfte. Die Drachen waren sich ihrer Position sehr wohl bewusst, und sie nahmen die Befehle der Rhao an, jedoch wurde aus der erzwungenen Symbiose niemals wahre Freundschaft.
Viele der kleineren Rassen Tamoons wurden von den Rhao in diesen dunklen Tagen ausgelöscht. Die Elementare und die Riesen führten noch immer Krieg gegeneinander und die Elfen zogen sich in ihre Wälder zurück. Die Zwerge, Menschen, Gnome und Halblinge waren für die Rhao entweder nicht interessant genug, oder sie waren zu sehr mit ihrer eigenen Macht beschäftigt. Denn die Rhao-Könige griffen nicht nur andere Rassen an, sondern fingen auch an sich untereinander zu bekämpfen. Diese Kämpfe waren von derart grosser Macht, dass die Urgötter bemerkten was da auf Tamoon vor sich ging. Jedoch war der Krieg zwischen den Rhao und dem Rest Tamoon’s schon sehr fortgeschritten und die Götterväter mussten schnell eine Lösung finden. Da aber ihre Hauptaufgabe sehr viel Kraft kostete, waren sie nicht in der Lage der Situation selber Herr zu werden. Aus diesem Grund blieb ihnen nichts anderes übrig, als ihre Kinder zu Hilfe zu holen. Sie öffneten ein Ebenen-Tor und holten ihre 19 Nachkommen auf die Erde Tamoon’s. |

 
| 1800 v.GK: |
Die Legenden der Elfen erzählen, dass sich die Himmelstore auftaten, und humanoide Wesen mit göttlicher Macht aus dem Tor kamen. Diese, neunzehn an der Zahl, fremden Wesen versuchten die noch lebenden Wesen vor den aggressiven Rhao zu schützen. Diese jedoch griffen die Fremden ohne jede Provokation an und versuchten sie zu vernichten. Ein Krieg, welcher mehrere Jahrhunderte dauerte und beinahe die Welt aus den Fugen riss, entbrannte. Auf der einen Seite die Rhao auf ihren Drachen. Auf der anderen Seite die fremden Wesen mit ihren Untertanen. |
| 200 v.GK: |
Der blutige Krieg zwischen den Rhao’s und den neuen fremdartigen Wesen dauert nun schon seit vielen Jahrhunderten an. Die Elementare sind seit Beginn des Krieges spurlos verschwunden. Weder den Rhao’s noch den neuen Feinden wollten sie sich anschliessen. Deshalb, so vermuten die Menschen heute, haben sie sich zurückgezogen, und sind auch bis heute nicht mehr aufgetaucht. Die Elfen zogen sich in ihre Wälder zurück, denn die Kräfte die beim Kampf der beiden Rassen freigesetzt wurden, zerstörten die Erde, das Wasser, die Luft, ja sogar die Zeit. Unerbittlich bekriegten die Drachenreitenden Rhao’s und die fremden Wesen einander. Die Rhao waren zwar zahlenmässig überlegen, doch die Fremden waren sehr mächtig. Trotzdem gelang es den Rhao drei der Fremden Wesen zu töten. Sie töteten, Camaris, Barrash und Sarrah. Camaris war der erste Gott der fiel, und dies nur, weil die Drachen auf denen die Rhao’s ritten im Reich der Lüfte fast unbesiegbar waren. Barrash und Sarrah wurden vernichtet, weil sich Oruumsh und Mikyn gegen ihr eigenes Volk stellten und gemeinsam mit den Rhao gegen die anderen kämpften.
Mikyn, welcher sich in seiner eigenen bösen Ebene „Mu’sha“ schon lange auf einen Schlag gegen seine Geschwister vorbereitet hatte, stellte sich zusammen mit Oruumsh gegen seine Geschwister und bekämpfte sie an der Seite der Rhao erbittert. Hinzu kamen noch die Dämonen, welche von der Chaosebene aus ihre Horden gegen die Götter schickten und die Rhao mit ihren Kräften unterstützten. |
| 1 v.GK: |
Die Erde raucht, der Himmel brennt und die Flüsse und Meere kochen. Die Welt Tamoon ist beinahe aus den Fugen geraten. Die Götter und die Uralten Rhao bekämpften einander so heftig, dass Tamoon dem Untergang schon fast geweiht war. Doch zum Glück sollte es anders kommen. Der Krieg wendete sich nach der Niederlage von Oruumsh und der Verbannung der Dämonen zugunsten der guten Götter. Mit vereinten Kräften brachten sie die mächtigen Rhao’s zu Fall. Im Jahre 1 v. GK fiel der letzte Rhao. Sein Name war Samos Aran und sein uralter schwarzer Drache hörte auf den Namen Rak-Tu. Es war ein erbitterte letzte Schlacht, und noch als Samos Aran vom Himmel fiel drohte er seinen Feinden an, dass die Rhao’s niemals aufhören würden zu existieren, und seine Rasse diese Welt wieder zurückerobern würde.
Nachdem die Rhao geschlagen waren, und die Dämonen in ihre Unterwelten zurückgetrieben waren, wurden die drei gefallenen Götter Camaris, Barrash und Sarrah von ihren Geschwistern auf der Götterebene Aradis zu Grabe getragen. Die Urgötter waren mit den Taten ihren Kindern sehr zufrieden und übergaben ihnen nach den Götterkriegen die Macht über die Welt Tamoon. Sie sollten für die Welt und ihre Bewohner sorgen und sie vor den Klauen des Bösen beschützen.
Die Götter nahmen diese grosse und schwierige Aufgabe an. Jedoch konnten sie nicht auf der Materiellen Ebene Tamoon’s bleiben. Also zogen sie sich auf ihren Heimatebene Aradis zurück, und überwachten ihre Schützlinge von dort aus. Dieser Ebene oder auch Götterstadt ist bis heute die Heimat der Götter welche sich nur noch selten einmischten, da sie während den Götterkriegen erfahren haben was ihre Macht anzurichten vermag. Und dies soll niemals wieder geschehen............. |

 
| 0 n.GK: |
Die neuen Götter haben die Rhao besiegt, die Elementare sind verschwunden, die Elfen weilen immer noch in ihren Wäldern, und die vereinzelt überlebenden Drachen haben sich irgendwo auf Tamoon versteckt. Doch auch die Götter mussten herbe Verluste einstecken. Drei von Ihnen fielen, und auch die Untertanen der Götter wurden stark dezimiert. Oruumsh und Mikyn wurden aus der Götterstadt vertrieben, da sie des Verrates und Mordes an ihresgleichen Verurteilt wurden. Der Rat der neuen Götter beschloss, dass die zerstörte Welt Tamoon wieder aufgebaut werden müsse. Dies geschah dann auch, und schon wenige Jahrzehnte später erstrahlte Tamoon fast wieder im alten Glanz.
Der Rat der Götter wurde abermals einberufen, und dabei wurde beschlossen, dass nie wieder durch Göttliche Macht eine solche Zerstörung hervorgerufen werden solle, und dass die Wesen auf Tamoon fortan ihren eigenen Weg gehen sollten. Die Götter zogen sich in ihre Götterstadt zurück und wurden seitdem nicht mehr gesehen, obwohl vereinzelt Personen einen der Götter auf Tamoon gesehen haben wollen. |
| 1 n.GK: |
Nach dem gewaltigen Ende der Götterkriege lag Tamoon in dunklen Schatten und schwerem Staub. Die Erde hatte sich vollkommen verändert. Wo vorher Land war, war nun ein dunkler Ozean. Wo früher Gebirge waren flossen nun Flüsse über leere Ebenen. Wo früher die Gebiete der Menschen waren, hausten nun Kreaturen der Nacht und wo früher das Meer war häufen sich unendliche Sandmassen. Viele der vor den Götterkriegen befreundeten Rassen waren verschwunden, und Unbekannte waren erschienen. Die Wesen Tamoon erkannten ihre alte Welt nicht wieder. Oder war es gar nicht mehr ihre Welt? Viele der Karten, Überlieferungen und Errungenschaften gingen verloren. Chaos und Anarchie herrschte bei vielen Rassen Tamoons. Angst und Panik regierte die Völker. Viele alte Freundschaften zwischen den Völkern wurden vergessen und fielen um in Hass und Missgunst. |
| 2 n.GK: |
Die Menschen, Elfen, Zwerge, Gnome, Halblinge, Orks und die vielen anderen Wesen sind verwirrt und verängstigt. Ihre Götter, die sie so lange geführt und beschützt hatten, waren verschwunden. Die Gruppen von Zwergen, Menschen und anderen Rassen sind weit verstreut über ganz Tamoon. Der Himmel ist schwarz gefärbt und die Luft ist schwer zu atmen. Hunger und Durst herrschte bei den meisten Wesen. Jene welche stark genug waren töteten die schwächeren um zu überleben. Jene welche schlau genug waren versteckten sich oder fanden andere Wege zu überleben. Rassen welche das Glück hatten einige ihrer Art wieder zu finden, schlossen sich zu kleinen Gruppen zusammen und irrten auf der verbrannten Erde Tamoons umher. |
| 2-100 n.GK: |
Die stark gebeutelten Wesen des nördlichen Kontinents kamen nicht zur Ruhe. Flutwellen an den Küsten, Überschwemmungen im Landesinnern, Feuersbrünste und die eisige Kälte zwangen viele Stämme sich eine andere Heimat zu suchen. Auf diesen Wanderungen kam es immer wieder zu Kämpfen zwischen verschiedenen Wesen. Es war wahrlich keine schöne Zeit… |
| 100-200 n.GK: |
Die rastlosen Stämme einiger Rassen hatten irgendwo eine neue Heimat gefunden und errichteten erste feste Behausungen. Wohin viele der anderen Rassen von früher verschwunden waren wissen die Schreiber dieser Texte nicht. Die Erde war noch immer zum grössten Teil verbrannt und ein leichter Schwefel Geruch lag in der Luft. Am grauen Himmel zogen wieder die ersten Vögel und Vogelartigen Wesen ihre Kreise. |
| 200-300 n.GK: |
Die Sonne schien zum ersten Mal wieder richtig durch die dicken Wolkendecken. Die Flüsse flossen sprudelnd durch die neu ergrünten Ebenen. Tiere verschiedenster Arten liessen die Welt wieder etwas fröhlicher aussehen. Die Menschen erbauten die ersten Städte und die Elfen wagten sich auch wieder langsam aus ihrem Heimatwald hinaus. Doch noch immer herrschte vielerorts die Faust des Stärkeren und eine Art Glauben oder Regierung schien nicht in Sicht. Zu dieser Zeit schrieben heilige Männer eines grossen Menschenstammes eine heilige Schrift.
In dieser Schrift stand unter anderem folgendes:
„Die Götter haben uns nicht verlassen sondern nur unsere Welt. Wenn wir wieder an sie glauben werden sie wiederkehren und das Licht und das Glück auf uns scheinen lassen. So denn…lebt nach ihren Regeln und betet zu ihnen…sie werden wiederkehren."
Das Pantheon der Götter wurde mittels alten Schriften welche erhalten geblieben sind wie folgt bestimmt:
Anodis, wird als Kriegsgott und Zerstörer der Rhao’s geehrt.
Barrash, der Ertrunkene. Er soll als Opfer der Rhao verehrt werden.
Charystra, die Gattin von Imaian wird als Göttin der Lust, des Vergnügens und der Laster verehrt.
Elladan, der Herr des Waldes, der Natur und der Tiere
Gobard, der Schmied, Gott des Handwerks
Merlora, die Göttin des Todes, Beschützerin der Gefallenen
Mikyn, der Schattenfürst darf nicht verehrt werden.
Niala, die Unbekannte, Göttin des Mysteriums, Göttin der Magie
Oruumsh, der Verräter, er darf nicht verehrt werden
Piggon, soll als Gott der Weisheit und der Literatur verehrt werden
Rebah, Göttin des Unglücks, die Schicksalsdame
Sarrah, die gefallene Wettergöttin
Windraya, die Göttin der Qualen und der Schmerzen
Camaris, der vom Himmel fiel wird als Opfer der Rhao verehrt
Giat, der Gott des Reichtums und des Handels
Helia, die Göttin der Künste und der Feste
Imaian, der mit den offenen Augen wird als Gott der Gerechtigkeit, der Wachsamkeit und der Vollstreckung geehrt
Kalandro, der Gott des Bösen
Needel, der Gott des Friedens
Vonmeyo, der Herr der Sonne und der Zeit |
| 300-400 n.GK: |
Zu dieser Zeit geschah mit dem Elfenvolk etwas Seltsames. Ihre Dörfer in den Grasebenen von Ilak waren von einem Tage zum anderen für Menschen und andere Wesen tabu. Die Elfen verhielten sich erstaunlich aggressiv und es wurde gemunkelt, dass weit hinter der Elfischen Grenze Krieg geführt wird. Wer gegen wen war allerdings nicht bekannt. Die Situation dauerte ca. 4 Jahre an. Danach besserte sich die Lage allerdings relativ rasch wieder und die Völker im Südosten des nördlichen Kontinents konnten wieder etwas entspannter leben. Was zu dieser Zeit passierte weiss man nicht, da kein Elf jemals darüber gesprochen hat. Es mag mit Licht in Zusammenhang stehen, welches nach langer Zeit wieder über die Hügel Tamoons flutete, oder aber es hatte einen ganz anderen Grund der bis heute nicht bekannt ist. |
| 400-600 n.GK: |
Die Menschen waren die zahlenmässig grösste Rasse auf dem nördlichen Kontinent. Sie bauten grosse Städte und vermehren sich schnell. Die Zwerge konnten sich mit den Menschen einigermassen einigen. Die Menschen behausten die Ebenen, während die meisten Berge an die Zwerge gehen. Einige kleine versprengte Gruppen wanderten in Richtung Norden. Die Halblinge, so scheint es den Menschen, sind verschwunden. Man weiss bis heute nicht genau wohin. Die Orks streunten ebenfalls auf Tamoon herum, ohne Ziel und ohne genaue Vorstellung davon, wo sie hinsollen. |
| 600-900 n.GK: |
Bei den Menschen hatte sich in den letzten Jahrzehnten so etwas wie eine herrschende Familie gebildet. Die Mitglieder dieser Familie, ihr Name war „Benear“, galten als sehr weise und gebildet. Sie schlichteten Streitigkeiten unter den verschiedenen Städten der Menschen und sorgten mit neuen Gesetzen für mehr Recht und Ordnung. So war es nicht verwunderlich dass ca. im Jahre 654 n. GK. in der Gegend um den heutigen Königsdolch das erste kleine Königreich gegründet wurde. Das Königreich, getauft auf den Namen „Nakala“, bestand aus den drei grossen Städten Danor, Rachemen und Umbar. Das neu gegründete kleine Königreich wollte natürlich auch regiert werden und zu dieser Zeit kam dafür nur ein Mitglied aus der Benear-Familie in Frage. Und so kam es dann auch. Irfir Benear wurde der erste König des Königreiches Nakala welches noch in vielen tausend Jahren bestehen sollte….
Währenddessen wurden in den tiefen Höhlen der gigantischen Bergmassive Tamoons die ersten Zwergenstädte errichtet. Die Zwerge hatten die Götterkriege etwas besser überlebt als die meisten anderen Wesen. Aus diesem Grunde verloren sie auch das Wissen um ihren Bergkönig nicht. Laut den Regeln der Zwerge gibt es für jeden Berg und damit für jeden Clan einen eigenen Bergkönig. Diese Ordnung führte dazu dass die Zwerge zu dieser Zeit ein sehr mächtiges Volk waren und eigentlich alleine über die felsigen Regionen herrschten.
Von den Halblingen und vielen anderen Rassen fehlte noch immer jede Spur. Die Gnomenpopulation nahm rapide ab, da sie auf ihren Wanderungen in den Norden immer wieder auf die Orks oder sogar auf Trolle stiessen. Die Orks zogen sich, von den zahlenmässig überlegenen Menschen verscheucht, ebenfalls in nördlichere Regionen zurück. |
| 900-1000 n.GK: |
Die Menschen des jungen Königreichs Nakala erweitern ihre Gebiete weiter, und treffen so im Südosten des nördlichen Kontinents auf einige der damals hierher verschlagenen Menschenstämme. Die Menschen hier lebten beinahe Tür an Tür mit den Elfen und schienen keine besonders grosse Freude daran zu haben auf ihre Verwandten zu treffen. Schon gar nicht als wenige Jahre nach dem ersten Treffen der König Anspruch auf das Land dieser Siedler erhob. Er forderte Gehorsam und Unterstützung der Menschen und den Schwur der Treue gegenüber dem Königreich. Diese Forderung spaltete damals das Land um die heutigen Ilak-Ebenen in zwei Teile. Die einen begrüssten die Forderung des Königreiches für einen Zusammenschluss der Gebiete. Den anderen Missfiel der Gedanke und wollten nicht von einem König regiert werden, sondern von Stadtherren wie anhin. Doch nach einiger Zeit setzten sich die Beführwortes des Königs durch, und der Beschluss sich dem Königreich Nakala anzuschliessen wurde im Sommer des Jahres 956 n.GK gefasst. |
| 1000-1100 n.GK: |
Die ersten Siedler des Königreiches stiessen in nördlichere Regionen vor. Dort trafen sie an den Ufern, des später Tränensee genannten Gewässers, auf eine seltsame und bis anhin unbekannte Rasse. Diese seltsamen Wesen sahen auf eine fremdartige Weise Menschlich aus, und doch schienen sie vollkommen im Wasser zu leben. Erste Versuche der Kontaktaufnahme scheiterten an der Angst der Fremden vor den Menschen. Doch das Land am Ufer dieses Sees war dermassen Fruchtbar, dass sich die Menschen trotz der Fremden Wesen am Ufer niederliessen und kleine Siedlungen errichteten. Diejenigen Siedler welche weiter in den Norden zogen, versuchten den Spuren der Gnome zu folgen, welche wahrscheinlich vor vielen hundert Jahren durch das Land im Norden gezogen waren. Doch war das einzige was sie fanden die Spuren der Orks und Gnolle welche auf der Suche nach Nahrung und Schätzen durch das karge Land zogen. Zum Glück für die Menschen waren die Orks untereinander zu zerstritten als das sie eine ernsthafte Bedrohung hätten darstellen können.
Währenddessen gerieten die Menschen des Königreiches und die Elfen immer mehr aneinander. Es ging um die Art der Menschen mit der Natur und den Tieren umzugehen. Ausserdem kamen die Menschen mit ihren hastig errichteten Dörfern bedrohlich nahe an den Heimatwald der Elfen ran. Trotz der Warnung der Elfen an die Menschen den Wald unter keinen Umständen zu betreten hielten sich viele der Abenteuerlustigen Kundschafter nicht daran. Und so war es nicht verwunderlich, dass es alsbald zu ersten Grenzscharmützeln zwischen den Uralten Elfen und den Menschen des Königreichs kam. |
| 1100-1200 n.GK: |
Nach langen Verhandlungen mit den Menschen des Königreiches Nakala, gelang es den Elfen einen Gebietsanspruchvertrag auszumachen. Dieser Vertrag wurde im Jahre 1102 n.GK von beiden Parteien nahe des Sees Itaaelin, was auf Elfisch funkelnder See bedeutet, unterzeichnet. Im Itaaelinvertrag wurde festgelegt, dass das Elfenvolk mit dem Königreich der Menschen friedlich zusammenleben, miteinander Handel treiben, und freundschaftliche Beziehungen pflegen soll. Die Menschen mussten die das Gebiet nahe des Elvandars wieder den Elfen übergeben. Im Gegenzug sollten die Elfen den Menschen Wissen übermitteln, und zwar über den Schiffbau, die Herstellung von guten Bögen und Pfeilen und über die Kunst, Tiere als Helfer und Reittiere einzusetzen. Dieser Vertrag konnte von beiden Rassen akzeptiert werden, und sollte lange Zeit auch eingehalten werden.
Das stolze Volk der Zwerge hatte zu dieser Zeit andere Sorgen. Sie hatten sich in vielen der bekannten Gebirgszüge Tamoons niedergelassen, und verfügten zu dieser Zeit auch schon über beachtliche Städte tief in den Bergen. Vor allem das Volk der Bergzwerge in den grauen Zinnen war sehr mächtig, und verfügte über eine sehr schlagkräftige Armee, welche weit herum gefürchtet war. Anders sah es bei einigen Clans von Hügelzwergen aus, welche vor langer Zeit in den Tagen des Chaos ganz in den Norden verdrängt wurde. Diese Hügelzwerge erbauten damals ihre Städte in den grossen Hügeln südlich der Eiszinnen. Dieses kleine, den Menschen zu jener Zeit noch unbekannte Volk hatte gegen die im Norden zahlenmässig sehr stark vertretenen Orks, Goblins, Gnolle und Trolle zu kämpfen, die sich ebenfalls in diesem Gebiet eingenistet hatten. Es war nicht so, dass riesige Armeen aufeinander losgingen, aber der ständige Kampf an den Grenzen zermürbte die Zwerge schon recht stark. Zum Glück für die Hügelzwerge bekämpften sich die Orks, Goblins, Gnolle und die Trolle auch gegenseitig. Trotzdem sah es mit der Zeit nicht sehr gut aus für die Zwerge. Und so baten die Hügelzwerge im Jahre 1104 n.GK ihre nahen Verwandten, die Bergzwerge aus den Grauen Zinnen um Hilfe. Bis heute wissen die Hügelzwerge nicht warum ihr Hilferuf bei den Bergzwergen damals nicht erhört wurde. Jedenfalls blieben die Bergzwerge wo sie waren, nämliche in den Grauen Zinnen.
Dies war ein schwerer Rückschlag für die Hügelzwerge, zumal sie hofften ihre nahen Verwandten würden ihnen auf jeden Fall zu Hilfe eilen. |
| 1200-1300 n.GK: |
Die Menschen hatten von den Elfen die Kunst des Schiffsbaus erlernt und bauten im Jahre 1212 n.GK das erste Erkundungsschiff seit den dunklen Tagen der Götterkriege. Da aber die Menschen das Wissen, falls sie es überhaupt jemals besessen hatten, über die Seefahrt verloren hatten, waren die ersten versuche die See zu bezwingen eher zaghaft. Die ersten Schiffe des Königreiches erkundeten erstmals die Küsten, da sich hartnäckig Gerüchte hielten, dass im offenen Meer riesige bösartige Kreaturen aus den dunklen Tagen hausen sollen.
ie Anfangs noch kleine Flotte der Menschen erkundete die Küsten von Dalamar, der Hauptstadt des Königreichs, aus in westlicher und östlicher Richtung.
Zur selben Zeit überschritten Menschliche Siedler, das erste Mal den riesigen Fluss Gawun, und stiessen bis weit in den Osten vor. Jedoch stellte sich ihnen der riesige Gebirgszug der Grauen Zinnen, mitsamt seinen Bewohnern, den Bergzwergen in den Weg.
Im Norden kämpften die Hügelzwerge noch immer verbissen ums nackte Überleben. De kleinen Populationen der Gnome hatten, unbeachtet von den meistern anderen Rassen des nördlichen Kontinents, die Grauen Zinnen schon vor langer Zeit überquert und hatten sich östlich des Gebirges eine neue Heimat aufgebaut. Dort lebten sie in diesen Tagen friedlich Seite an Seite mit einigen anderen Wesen. |
| 1300-1400 n.GK |
Die Erkundungsschiffe der Menschen die in westliche Richtung gesegelt waren, stiessen auf eine Gegend, die scheinbar nur aus Sümpfen und Mooren bestand. Jeder Versuch in dieser Gegend Fuss zu fassen, wurde von den zahlreichen Bestien, die in diesem riesigen Sumpf hausten, zunichte gemacht. Jene Abenteurer welche es wagten die riesigen Sümpfe bezwingen zu wollen, wurden nie mehr gesichtet. Etwas mehr Glück hatten die Küstensegler, die sich in östlicher Richtung aufgemacht hatten. Diese Schiffe umsegelten das ganze Reich der Elfen, wobei sie nicht schlecht staunten. Denn der Heimatwald der Elfen, der Elvander, war noch etwa 10-mal grösser, als er in den Geschichten und Sagen beschrieben wurde. Da der Friedensvertrag von Itaaelin klare Landesgrenzen gesetzt hatte, machten die Kundschafter gar nicht erst den Versuch auf dem Elfenland anzulegen. Nachdem der Elvandar umsegelt war, fuhren die Kundschafter weiter der Küste entlang. Nach einiger Zeit sahen die Ausgucker in den Schiffen den Riesigen Gebirgszug der Grauen Zinnen in der ferne Auftauchen. Die Schiffe setzten ihren Erkundungsweg fort. Doch je weiter sie in den Norden fuhren, desto kälter wurde es. Viele Seeleute starben des rauen Klimas wegen. Als dann auch noch Unmengen von Eisschollen und Eisbergen im Wasser trieben, kehrten die noch verbleibenden Schiffe in die Heimat zurück. Auch auf dem Lande tat sich zu dieser Zeit einiges. Im Westen nahe des Flammenberges stiessen Menschliche Siedler auf ein fremdes Volk. Dieses Volk sprach eine gänzlich andere Sprache, und so war es Anfangs recht schwer einander klar zu machen, dass man nichts Böses wollte. Das fremde Volk nannte sich selbst Isalani, und war wie es schien recht friedlich. Nach einiger Zeit wurde klar war, dass sie recht seltsame Kerle waren, welche den Menschen heute noch Rätsel aufgeben. Gebietsstreitereien gab es nicht, da die Menschen überhaupt nicht an dem öden und heissen Land der Isalanis interessiert waren. Das Gebiet westlich des Flammenberges kennen die Menschen nur aus Erzählungen der Isalanis.
Im Norden erreichten die Siedler im Jahre 1378 n.GK die Eiszinnen, ein mächtiger Schneebedeckter Gebirgszug. In den Eiszinnen hauste ein Volk von Hügelzwergen, welches jedoch arg in Not war. Wie die Zwerge den Menschen berichteten, bedrohten Orks, Goblins, Trolle und Gnolle ihre Grenzen. Zuerst nahmen die Menschen diese Worte nicht ernst, als dann aber tatsächlich haufenweise Orks und dergleichen ihre kleinen Siedlungen im Norden überfielen, wurde den Menschen klar, dass die Zwerge nicht übertrieben hatten. Die Siedler die sich im Norden niedergelassen hatten, baten den König um militärische Hilfe gegen den Feind. Diese Hilfe wurde aber mit der Begründung, dass man die Soldaten anderswo brauche abgelehnt. Es wird aber vermutet, dass der König kein Interesse am öden Norden hatte und sich lieber auf die Besiedelung und Eroberung der fruchtbareren Gebiete konzentrierte. Nun mussten die Nördlichen Sieder sich alleine helfen. Man schloss sich mit den Hügelzwergen zusammen, damit man sich den Horden der Orks gemeinsam entgegen stellen konnte. Schnell wurde klar, dass die kampferprobten Zwerge eine gute Hilfe im Kampf gegen den Feind waren. |
| 1400-1500 n.GK |
Da es nun möglich war, per Schiff die Grauen Zinnen zu umrunden, fingen die Menschen an, das Land östlich der Grauen Zinnen zu besiedeln. Nach einiger Zeit trafen sie auf die Gnome welche schon seit vielen Jahrhunderten in diesen Bewaldeten Ebenen beheimatet waren. Die Gnome hatten sich vor allem im südlichen Teil des Landes niedergelassen, und so mussten die menschlichen Siedler zwangsläufig an ihnen vorbei, um tiefer in das Land einzudringen. Zum Leid der Gnome war zu dieser Zeit ein sehr machtbesessener König auf dem Thron in Dalamar. Dieser König, sein Name war Ulenas Benear, war bekannt sich mit aller Macht neue Länder anzueignen. Er war zu dieser Zeit im Streit mit den Siedlern im Norden und sogar das Verhältnis zu den Elfen setzte er leichtfertig aufs Spiel, indem er wieder neue Städte nahe des Elvandars errichten liess. So war es auch nicht verwunderlich, dass König Ulenas seinen Soldaten befahl, die Gnome wenn nötig mit Gewalt aus den fruchtbaren Eben östlich der Grauen Zinnen zu vertreiben. Die friedlichen Gnome waren anfangs sehr überrascht über das harte Verhalten der „Eindringlinge“ und verloren einige ihrer Gebiete an die Menschen. Da die Gnome aber sehr schlau waren, und dazu noch über, zwar sehr seltsames, aber mächtiges Kriegsgerät verfügten, liessen die Menschen sie in Ruhe nachdem sie an den Gnomen vorbei ins innere des Landes gekommen waren. Der Krieg gegen die Gnome war zwangsläufig mit hohen Verlusten verbunden und diese Verluste wollte König Ulenas dann doch nicht einstecken. Das neue Land östlich der Zinnen war recht spärlich mit Lebewesen bevölkert, und darum ging die Besiedelung recht schnell voran. Einzig das raue Klima an der Küste des Ostmeeres und der kalte Norden machten den Menschen zu schaffen. Dies waren die Tage an dem die Menschen das erste Mal die Grauen Zinnen von der anderen Seite sahen und sie mussten feststellen, dass es den Bergzwergen gelungen war die steilen Berge zu bezwingen, denn riesige Mauern und Städte erhoben sich an der östlichen Flanke der Grauen Zinnen.
Der Krieg zwischen den Orks und der Allianz der Menschen mit den Hügelzwergen tobte noch immer. Es sah nicht gut aus für die Menschen und Zwerge, trotzdem wurde jede Hilfe aus dem Königreich abgelehnt. Der Herrscher des Königreiches Nakala hatte damals wahrlich nicht den besten Ruf, und es war auch dieser König, der im Frühjahr des Jahres 1424 n.GK, den Einmarsch in das Land der Elfen befahl. Hunderte Soldaten des Königreiches, Banditen und Abenteurer überschritten die Grenze zum Elfenreich, und plünderten die Waldstätte der Elfen, die Nahe der Grenze wohnten. Die Angreifer stiessen sehr schnell tief ins Reich der Elfen vor und töteten hunderte Elfen, die sich ihnen in den Weg stellten. Die Elfen waren zu überrascht, um in den ersten Monaten des Überfalls etwas zu unternehmen. Innert wenigen Monaten eroberten die Menschen viele Teile des Elfenreichs, während sich die Elfen in den Elvandar zurückzogen. Viele Jahre versuchten die menschlichen Eroberer in den Elvandar einzudringen, jedoch vergebens, da die menschlichen Magier der Magie der Elfen vor allem in bewaldeten Gebieten nicht gewachsen waren. Doch das Land dass sie erobert hatten, genügte dem bösen König Ulenas erstmals und die Angriffe auf den Elfenwald wurden vorerst eingestellt. Die Menschen bauten auf ihrem neu eroberten Land innerhalb weniger Jahre viele Dörfer und Städte auf. Dazu holzten die riesige Waldflächen ab, um Land zu gewinnen und Baumaterial zu gewinnen. |
| 1500-1600 n.GK |
Ganz im Nordwesten des bekannten Landes stiessen Kundschafter des Königreiches auf das verloren geglaubte Volk der Halblinge. Die Halblinge waren während den Götterkriegen weit nach Westen geflüchtet, bis an den nördlichen Fuss der Himmelssäulen. In den saftigen Hügelländern bauten sie sich eine neue Heimat auf. Mit den Halblingen gab es niemals Streit oder Krieg, trotzdem kamen sich die beiden Völker zu dieser Zeit nie so richtig nahe. Und auch heute noch trifft man nur ganz selten einen Halbling im Königreich. Im Osten besiedelten die Menschen weiter das Land und errichteten in dem „Ostlande“ getauften Gebiet Städte und Dörfer. Mit den Gnomen hatte man sich mittlerweile so arrangiert, dass zumindest keine grossen Gefechte mehr stattfanden. Trotzdem kam es immer wieder zu Scharmützeln zwischen den beiden Völkern, denn die Gnome konnten den Mord an ihresgleichen nicht vergessen. |
| 1600-1700 n.GK |
Die Schlacht im Norden des Kontinents erreichte an jenen Tagen ihren Höhepunkt. Die zerstrittenen Clans der Orks hatten sich vereint und waren weit hinter die Linien der Zwerge und Menschen vorgedrungen. Tausende Orks belagerten die letzten Städte der Allianz während die versprengten Truppen der Zwerge und Menschen in den kargen Ebenen gejagt und getötet wurden. Doch das Blatt sollte sich im Frühjahr des Jahres 1718 n. GK. ändern. Der Anführer der Orkhorden, ein schwarzer Ork namens Tek’Urash wurde bei der Belagerung Tal Mimbres von einem Pfeil getötet. Daraufhin brachen die Linien der Angreifer zusammen und die Hauptarmee der Orks löste sich auf. Wenige Monate später wurden die letzten Orks und Trolle über den Eisstrom zurück in die Schattenlande getrieben.
Der Krieg war gewonnen! Die Hügelzwerge und die Menschen des Nordens hatten die Banden von Orks, Goblins, Trollen und Gnollen endgültig aus der Gegend vertrieben. Nun bedrohte nichts mehr die Existenz der beiden Rassen im Norden. Noch heute haben die beiden Verbündeten, die Hügelzwerge und die Nordlande, etwas gemeinsam. Sie wurden beide von ihrem Volk im Stich gelassen, und haben trotzdem überlebt. Bis heute sind sie eng miteinander verbunden.
Im Spätsommer des Jahres 1766 n.GK regte sich der Zwist zwischen den Elfen und den Menschen erneut. Obwohl immer wieder Menschliche Soldaten versuchten in den Elvandar einzudringen, war es mehrere Jahrzehnte lang recht ruhig gewesen. Doch dies sollte sich an diesem Tage ändern. Tausende Elfen mitsamt ihren Verbündeten strömten aus dem Elvandar ins offene Land, und überfielen Dutzende Weiler, Dörfer und Städte der Menschen. Dabei gingen sie zwar recht rabiat zu Sache, jedoch vertrieben sie immer nur die Soldaten der Menschen. Die Bauern mit ihren Frauen und Kindern liessen sie zurück in den zum Teil zerstörten Dörfern und Städten. Diesmal waren es die Menschen, die fast keine Zeit zum reagieren hatten. Man spürte den Zorn vergangener Tage deutlich in den Massen von Elfen, welche die Menschen immer weiter zurücktrieben. Dabei halfen ihnen viele seltsame Wesen und Tiere der Wälder im Kampf gegen die Truppen des Königreiches. Der König schickte zwar haufenweise Verstärkung, doch es war zu spät. Die Elfen hatten die Menschen bis zur Dor’Iant zurückgetrieben. Dor’Iant, was auf Elfisch „Landbrücke“ heisst, nennen die Elfen die kleine Landbrücke, welche die beiden Landteile miteinander verbindet. Als sich die beiden Rassen an der Dor’Iant Enge gegenüberstanden, erhob der Anführer der Elfen das Wort gegen die Menschen und sprach. „Niemals mehr soll ein verräterischer Mensch das Land der Elfen betreten. Zu diesem Zweck werden wir, die wir Elfen sind, bei den Hügeln hinter dem Nebelwald einen Stein aufstellen. Dieser Stein soll die Grenze zwischen unseren Reichen darstellen. Sollte es jemals wieder ein Mensch mit bösen Absichten wagen, den ehernen Stein zu überschreiten, so soll erneut der schwarze Adler des Krieges über unseren Völkern schweben. Doch nun kehrt zurück in eure Dörfer, eure Leute brauchen euch!“ Mit diesen Worten verliessen die Elfen das Schlachtfeld. Die Menschen erhielten von ihrem neuen König den Befehl den Elfen einen Tag nicht zu folgen, und erst dann in die Dörfer zurückzukehren. Doch er gab auch den Befehl, dass jeder der weniger als 100 Schritte an den ehernen Stein heranginge von ihm eigenhändig getötet werde! Von diesem Tage an, wagte es kein Mensch mehr den ehernen Stein zu überschreiten, es sei denn er hatte die Erlaubnis der Elfen. Trotzdem ist das Verhältnis der Elfen gegenüber den Menschen und umgekehrt, seit diesen Tagen sehr heikel. |
| 1700-2100 n.GK |
Das mittlerweile sehr grosse Königreich Nakala wurde in 3 Teile unterteilt. Das Königreich, die Nordlande und die Ostlande. Der König sollte weiter aus Dalamar das ganze Reich regieren, jedoch wurde in den Ostlanden der Sohn des Königs als Prinzregent eingesetzt. Die Ostlande waren weiterhin ein Teil des Königreichs, und der eigentliche Herrscher war immer noch der König, doch die Führung übernahm der Prinz. Dasselbe hatte der König mit den Nordlanden vor. Doch er rechnete nicht damit, dass die Menschen der Nordlande den Verrat ihres eigenen Volkes nicht vergessen hatten. Sie weigerten sich, einen Prinzen vor die Nase gesetzt zu bekommen. Sie wollten weiterhin von ihren eigenen Lords regiert werden. Dem König gefiel das gar nicht, und er liess seine Armeen an der Grenze zu den Nordlanden aufmarschieren. Der damalige König Aralis Ulenas forderte von den Clanlords der Nordlande den Treueschwur und die Anerkennung der Krone. Doch die Anführer der grossen Familien des Nordens weigerten sich, und so befahl der König seinen Truppen den Norden anzugreifen. Als der General der Armeen des Königreichs jedoch die Heere der Nordlande mitsamt ihren Verbündeten, den Bergzwergen, vor sich sah, befahl er seinen Truppen den Gegner nicht anzugreifen. Er wollte nicht gegen seine eigenen Leute kämpfen, und liess die Flaggen des Königreichs senken. Der König liess den General bei seiner Rückkehr sofort hinrichten. Doch rieten ihm seine Berater vorerst keine militärischen Aktionen gegen den Norden zu starten, da dies vielleicht zu Spannungen innerhalb des Königreichs führen könnte. Schliesslich liess sich der König überreden, und liess den Nordlanden vorerst ihre Lords als Regenten. Er forderte jedoch hohe Steuern und Abgaben von den Nordlanden. Die Lords des Nordens berieten sich, und kamen zum Schluss, dass dieses Angebot das beste für beide Parteien sei. Seitdem sind die Nordlande ein eigentlich eigenständiges Reich, mit eigenen Gesetzen. Nur in Ausnahmefällen mischt sich der König ein, und dann wird sein Wort auch meistens akzeptiert. |
| 2100-2300 n.GK |
Die Menschen waren auch zu dieser Zeit keine Seefahrernation. Es gab nur wenige Schiffe und dies waren meist Erkundungsschiffe. Als im Jahre 2128 n.GK ein Erkundungsschiff des Königreichs im Westmeer auf neues Festland traf, hatte der Captain des Schiffes schon die Hoffnung neues Land entdeckt zu haben. In Wirklichkeit war es aber nur eine Insel, auf der aber ausser ein paar Tieren niemand lebte. Als das Schiff am nächsten Tag wieder von der Insel ablegen wollte, entdeckte man am Horizont dutzende von Segeln. Diese Segel waren keine des Königreichs. Und da die Schiffe auch noch Richtung Küste des Königreichs unterwegs waren, machte sich das Erkundungsschiff sofort auf den Weg in den Heimathafen Dalamar. Es kam jedoch nicht weit. Einen halben Tag vor Dalamar wurde das Erkundungsschiff von den viel grösseren und schnelleren Schiffen eingeholt. Die Fremden Schiffe zögerten nicht lange und versenkten das Erkundungsschiff kurzerhand. Einen Tag später bemerkte der Hafenspäher von Dalamar viele fremde Segel die auf Dalamar zusteuerten. Sofort wurde Alarm geschlagen. Doch die fremden Schiffe wirkten auf den ersten Blick nicht aggressiv. Also liess man sie in den Hafen einfahren. Es waren 25 stolze und schöne Schiffe, wie man sie im Königreich noch nie gesehen hatte. Als der Anführer der Fremden das Schiff verliess, staunte man nicht schlecht. Der Mann war etwa 2m gross, und war sehr dunkelhäutig. Ausserdem war er fremdartig gekleidet und schien eine fremde Sprache zu sprechen. Als man einen Magier holte, der die Worte des fremden Übersetzten, stellte sich heraus, dass die Fremden aus einem Land namens „Deorn“ südlich des Königreich kommen. Ausserdem erwähnte der Mann, dass das Kaiserreich Deorn, sich nicht wie viele andere von den Menschen des Königreichs überfallen liesse. Bei diesen Worten nahm er einen Sack aus einer Kiste und warf ihn einem Vasallen des Königs hin. Als dieser Hineinblickte, stockte ihm der Atem. Es war der Kopf des Captains, welcher das Erkundungsschiff befehligte. Der Fremde Anführer erhob wieder das Wort. „Dies soll euch eine Lehre sein. Keiner soll es wagen, dem Kaiserreichs Deorn das Land zu stehlen. Sollte es trotzdem einer wagen, so endet sein Leben wie das dieses Mannes.“ Er deutete auf den abgeschlagenen Kopf. „Solltet ihr aber das Kaiserreich in Ruhe lassen, und dazu gehört auch die Insel Tharabad im östlichen Meer, so soll kein Soldat Deorns die Klinge gegen euch erheben, und unsere beiden Völker können guten Handel treiben.“ Mit diesen Worten ging der Fremde wieder an Bord, und gab den Befehl zum Auslaufen. Angesichts der vielen Soldaten der Fremden liess man die Schiffe wieder auslaufen. Als wenig später der kriegerische König „Retal y‘ Brendeyu“ davon erfuhr, hatte er wieder einen seiner gefürchteten Wutanfälle. Er donnerte, er werde diesem elenden Kaiserreich schon noch zeigen, wem diese Insel gehört, und gab den Befehl, eine zweite Werft zu bauen, und mit dem Bau vieler Kriegsschiffe anzufangen. Innerhalb von 18 Monaten bauten die Werften in Dalamar, Khiar, Naarved, Adkor und Holtun zusammen um die 70 Kriegsgaleeren und andere kleinere Kriegsschiffe. Im Frühjahr des Jahres 2130 n.GK liess der Regent des Königreiches einen Grossteil der Flotte Richtung Tharabad auslaufen. Als die Flotte wenige Tage später auf der Insel Tharabad ankam, fanden sie die Insel verlassen vor. Nichts deutete darauf hin, dass Menschen des Kaiserreichs sich auf dieser Insel niedergelassen hatten. Also gab der König den Befehl, dass Garnisonen auf der Insel errichtet werden sollen, damit man gegen allfällige Angriffe des Kaiserreichs gewappnet wäre. Doch diese Angriffe blieben zunächst aus. Bis eines Tages 10 Schiffe unter der Flagge Deorns am Horizont auftauchten. Der Botschafter des Kaiserreichs unterbreitete dem Befehlshaber der Flotte welche auf Tharabad stationiert war eine Warnung des Kaisers von Deorn persönlich. Sollten die Menschen des Königreichs die Insel Tharabad nicht innert 2 Monaten verlassen haben, werde der Kaiser Vergeltung üben! Der Regent des Königreichs schlug diese Warnung in den Wind, und liess weiter Garnisonen auf der Insel bauen. Zudem liess er die Küsten des Kaiserreichs Deorns von schnellen Erkundungsschiffen erforschen. Doch er hätte die Warnung wohl besser Ernst genommen, denn auf den Tag genau erschienen am Horizont dutzende Segel des Kaiserreichs. Die Menschen der Insel Tharabad vertrauten blind auf ihre Garnisonen und ihre „grosse Flotte“, und rechneten nicht mit der Kampfkraft und der Entschlossenheit des Kaiserreichs. Die rund 60 Schiffe des Königreichs waren innerhalb weniger Tage komplett vernichtet, und tausende Schakalsoldaten des Kaiserreichs stürmten eine Garnison nach der anderen. Es wurde zu einem Gemetzel. Denn die Schakalsoldaten machten keine Gefangenen. Sie töteten alle Bewohner der Insel. Bevor der König überhaupt erfuhr was mit seinen Garnisonen auf der Insel passiert war, tauchten auch vor den Küsten des Königreichs dutzende von Schiffen auf. Innerhalb weniger Monate waren die Städte Maarved, Dalamar, Holtun und Adkor an gefallen. Hunderte Soldaten des Königreichs fielen in einem blutigen Kampf. Nur der Mithilfe der Ost-, und Nordlande ist es zu verdanken, dass nicht das ganze Königreich in den ersten Jahren des Krieges fiel. |
| 2300-2600 n.GK |
Der Krieg zwischen den beiden Reichen dauerte nun schon mehrere Jahre an. Doch keine der beiden Parteien konnte eine Entscheidung herbeiführen. Obwohl die Soldaten des Kaiserreichs weite Teile des Südens erobert hatten, konnten sie im Norden nie richtig Fuss fassen. Ausserdem stellten sich ihnen im Südosten die Elfen entgegen. Die Elfen waren es auch, die Schlussendlich im Jahre 2334 n.GK dem Königreich halfen die Soldaten des Kaiserreichs aus ihrem Land zu vertreiben. Der lange Krieg hatte das Königreich aufgezehrt, und den Herrschern wurde klar, dass da im Süden ein Reich lag, welches man besser in Ruhe lassen sollte. Die Eroberten Städte wurden wieder besiedelt. Vor allem Dalamar merkt man jedoch heute noch an, dass es mehrere Jahrzehnte in den Händen von Deorn war. Fast die ganze Stadt zeugt noch von der Baukunst des Kaiserreichs. Mittlerweile war der junge König Xerin y’Brendeyu auf dem Thron in Dalamar. Xerin war bei weitem nicht so kriegerisch veranlagt wie seine Vorgänger, und ausserdem hatte es seine Lektion mit Deorn gelernt. In den folgenden Jahren wurde die Beziehung zu Deorn immer weiter gepflegt, bis im Jahre 2389 n. GK endlich beide Reiche einwilligten einen Nichtangriffvertrag zu unterzeichnen. Dieser Vertrag wurde auf der Insel Tharabad unterzeichnet, und wurde „Vertrag von Tharabad“ genannt. In diesem Vertrag wurde ausserdem festgehalten, dass die Insel Tharabad dem Reich Deorn gehören solle, jedoch soll zum Zeichen des Friedens eine kleine Stadt des Königreichs auf der Insel zugelassen werden. Zu diesem Zweck wurde die völlig zerstörte Stadt Tarval wieder aufgebaut. Ausserdem soll von diesem Zeitpunkt aus intensiv Handel zwischen den Reichen betrieben werden. |
| 2600-3102 n.GK |
Es ist relativ friedlich im Königreich. Mit den Elfen hat man sich seit dem Krieg mit Deorn einigermassen abgefunden. Die Ostlande sind ein loyaler Teil des Königreichs. Die Nordlande machen nur wenig Probleme. Ebenso die friedlichen Isalanis im Westen. Immer mehr Besucher aus dem kleinen fernen Reich der Halblinge kommen ins Königreich. Sie sind friedlich, und es besteht gute Freundschaft zwischen den Menschen und den kleinen Halblingen. Einzige Brennpunkte, sind zum einen die von den Orks und anderen düsteren Gestalten bewohnten Schattenländer Nördlich des Trollzackengebirges. Auch der seit Jahrhunderten währende alte Zwist zwischen den Menschen der Ostlande und den Gnomen kommt immer wieder hoch. Es ist nicht so, dass nun gleich Armeen aufmarschschieren würden, aber das Verhältnis ist immer ein wenig gespannt. Und zu guter Letzt ist da auch noch das momentan zwar gute, aber sehr instabile Verhältnis zum Kaiserreich Deorn. |


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